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VIP-Raum mit Kreis-Geld: GWD Minden hat das Kampahallen-Problem gelöst

„Lübbecke spielt keine Rolle mehr!“

Minden

Eine Rückkehr des Handball-Bundesligisten GWD Minden in die Kampa-Halle zum Saisonstart 2021/2022 nimmt endgültig konkrete Formen an.

Von Astrid Plaßhenrich und Sebastian Rademacher

In der Kampahalle soll in der kommenden Saison wieder Bundesliga-Handball zu sehen sein. Nach der vermeintlichen Vip-Raum-Lösung hat sich GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche gedanklich bereits vom sportlichen „Exil“ in Lübbecke verabschiedet. Foto: Archivfoto

Eine letzte große Hürde ist seit Mittwochabend aus dem Weg geräumt: Die von der HBL geforderte VIP-Infrastruktur in der sanierungsbedürftigen Halle an der Hahler Straße wird kurzfristig und vergleichsweise kostengünstig im Nordfoyer eingerichtet.

Der Kreis Minden-Lübbecke, dem die Halle gehört, wird die Kosten in Höhe von etwa 50.000 Euro übernehmen – das beschloss die Politik im Bauausschuss einstimmig. „Wir planen jetzt 100-prozentig für Minden. Lübbecke spielt für uns ab sofort keine Rolle mehr“, sagte GWD Mindens kaufmännischer Geschäftsführer Markus Kalusche.

Am Ende verständigten sich Vertreter des Kreises, der Stadt Minden als Bauaufsichtsbehörde und des Handballvereins auf den Umbau im Nordfoyer, was deutlich günstiger ist.

Dort müssen nun einige Wände und Türen eingebaut werden, um zum Beispiel den Catering-Bereich abzugrenzen. Außerdem wird die VIP-Zone mit Licht-, Ton- und Videotechnik ausgestattet. Die Kosten allein dafür schätzt der Kreis auf knapp 40.000 Euro. „Die Rückkehr nach Minden steht über allem“, macht der Manager Markus Kalusche deutlich. Mit Kompromissen müsse gelebt werden.

Kreis will Halle zum September wieder für Nutzer freigeben

Des Weiteren wird der ebenfalls von der HBL geforderte Pressebereich bei den GWD-Spielen auf der Innenlaufbahn hergerichtet. Der Kreis will die Halle zum September wieder für die Nutzer freigeben. Ein genaues Datum fehlt noch. Das ist für GWD aber wichtig, weil HBL-Funktionäre die Halle noch einmal vor Ort abnehmen werden. Zeit, um eventuell Nachbesserungen vorzunehmen, bleibt kaum, weil auch die neue Bundesligasaison Anfang September startet. Ob GWD dann mit einem Heimspiel beginnt, steht noch nicht fest – zumal der sportliche Klassenerhalt auch noch nicht geschafft ist.

Parallel zur Planung der VIP-Infrastruktur treibt die Kreisverwaltung auch die übrigen Baumaßnahmen voran, um die Kampa-Halle schnellstmöglich wieder interimsmäßig zu öffnen. Bis Ende März 2023 ist ein Übergangsbetrieb möglich, dann soll die Halle grundlegend saniert werden, hat die Kreispolitik beschlossen. Laut Auskunft von Markus Pfeiffer müssen für den Interimsbetrieb momentan unter anderem die Sanitäranlagen, der Trinkwasserhausanschluss, die Brandmeldeanlage oder auch die Raumlufttechnik ertüchtigt werden. Im Haushalt stehen dafür 200.000 Euro plus eine Rückstellung von 120.000 Euro zur Verfügung, bislang seien etwa 120.000 Euro ausgegeben worden, sagte er im Bauausschuss.

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