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Uni Baskets Paderborn: Headcoach muss wegen Corona-Infektion zwei Wochen in Quarantäne bleiben

Ohne Esterkamp nach Rostock

Paderborn

Zwölf Punkte nach zehn Spielen in der 2. Basketball-Bundesliga ProA: Die kann den Uni Baskets Paderborn keiner mehr nehmen. Und nach zuletzt zwei weniger erfreulichen letzten Vierteln stimmte beim 86:81-Streich über die Sparkassen-Stars Bochum auch der Ertrag im Schlussabschnitt wieder.

Von Jörg Manthey

Jordan Barnes schrammte mit 21 Punkten, elf Rebounds und acht Assists nur knapp an einem Triple-Double vorbei. Links Bochums stark auftrumpfender Lars Kamp (Nummer 7), der einst in Paderborn seine Profikarriere gestartet hatte und seinen Ex-Klub mit 20 erzielten Punkten zu ärgern wusste. Foto: Jörg Manthey

Das Sagen bei den Uni Baskets hatte am Samstagabend interimsweise Florian Held, der nach dem Erfolg sämtliche Glückwünsche und Komplimente aber direkt ganz unaufgeregt weitergab. „Die ganze Arbeit hatte vorher Steve gemacht, und der Matchplan hat sich ja nicht geändert. Ich hab mich einfach nur dahingestellt. Und Claus Reinsberger hat mich extremst unterstützt, seine Erfahrung war Gold wert. Ohne Claus hätte ich das so nicht geschafft“, sagte Held bescheiden – und genauso auch ein bisschen stolz. Außerdem habe die Mannschaft direkt nach Bekanntwerden von Esterkamps Aus „den Ernst der Lage erkannt“ und die ungewohnte Situation angenommen. „Es war für mich schön zu sehen, dass die Jungs das Ding unbedingt wollten und alle eine Schippe draufgepackt haben. Für das Wir hat jeder sein Ego beiseite geschoben.“ Gleichwohl wäre der C-Lizenzinhaber froh, wenn ein von Corona vollständig genesener Esterkamp am Samstag in Rostock wieder Paderborns Frontmann sein könnte. „Steve ist unser Gehirn, ganz klar“, sagt Held über seinen Mentor. Doch seit gestern steht fest: Dieser Wunsch wird unerfüllt bleiben. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes unterliegt Esterkamp den gesetzlich vorgeschriebenen Quarantänefristen. „Also ist er zwei Wochen raus, somit auch gegen Rostock“, teilte Geschäftsführer Dominik Meyer am Montag mit. Folglich werden Florian Held und Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger am Samstag erneut „Chef“ sein. Da passt es gut, dass es für die Uni Baskets danach erst am 4. Dezember wieder um Punkte geht. Die Seawolves, ProA-Dritter, haben Sonntag mit einem 95:79 in Nürnberg den sechsten Sieg in Serie eingetütet. Warum das Meisterschaftsspiel an der Ostsee für „Chefcoach“ Florian Held eine ganz besondere Note bereithält, verraten wir in einer unserer nächsten Ausgaben. Kleiner Tipp: Rostocks Cheftrainer heißt Christian Held, dessen „Co“ Ralph Held.

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