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Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes

Paderborner Sportfamilie steht für Vielfalt und Toleranz

Paderborn

Die Paderborner Sportfamilie mit ihren 134 Sportvereinen und etwa 48.000 Mitgliedern kann sich auf ihre Interessensvertretung verlassen. Dies wurde bei der Mitgliederversammlung in der Home Deluxe Arena deutlich.

Der Vorstand des Stadtsportverbandes freut sich mit seinem neuen Partner Hummelsport auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Vereinen, von links: Jan Vetter (Sportjugend), Dr. Rasmus Jakobsmeyer, Mathias Hornberger (SSV), Niklas Schlangenotto (Sportjugend), Dr. Nicole Satzinger (SSV), Anna Wegener (FSJ), Maren Schwede (Geschäftsstelle), Tim Brake (Hummelsport) und Matthias Brumby (SSV). Foto: Tom Finke

„Wir beraten und helfen da, wo es nötig ist“, hob der stellvertretende Vorsitzende Dr. Rasmus Jakobsmeyer im Bericht des Vorstandes deutlich hervor. Hilfreich bei der täglichen Arbeit für die Sportvereine sei die halbe hauptamtliche Stelle, die seit eineinhalb Jahren vorhanden ist.

Gerade die Herausforderungen der Corona-Pandemie und der aktuellen Energiekrise sind zurzeit bestimmende Themen innerhalb der Sportstadt Paderborn. Im regelmäßigen Dialog mit den Betroffenen, aber auch mit dem Bürgermeister, der Sportverwaltung und den Sportverbänden konnten bisher gute Lösungen gefunden werden. Der Stadtsportverband appellierte an seine Mitglieder, die Empfehlungen und Regelungen in den Sportstätten einzuhalten und umzusetzen, um die aktuelle Normalität zu wahren. Erfolgreich war und ist die Kampagne „Beweg Dich! Mit uns!“, die die Leistungsfähigkeit der Vereine herausstellt, die aktuell 110 Sportarten anbieten. Der Paderborner Tag des Sports musste 2022 wegen des Tornados ausfallen, soll aber 2023 wieder im Schlosspark in Schloß Neuhaus in gewohnter Form stattfinden. Mit dem Förderprogramm Moderne Sportstätte I des Landes NRW konnten 14 Klubs ihre vereinseigenen Anlagen sanieren. Das Folgeprogramm unterstützt einen Mehrgenerationenpark in den Paderauen, mit dem ein Begegnungs- und Bewegungsareal speziell für Kinder von 0-6 Jahren und Senioren geschaffen werden soll.

Aber auch kritische Themen stehen auf der Agenda des größten Stadtsportverbandes in Deutschland. „Der angedachte spätere Schulbeginn könnte für unsere Vereine viele Nachteile bringen“, kritisiert Dr. Nicole Satzinger (stellvertretende Vorsitzende) einen Vorschlag des Schulministeriums. Das Thema E-Sports wird in der SSV-Runde ebenfalls intensiv diskutiert – und kritisch gesehen. „Der analoge Sport bietet für alle Sportbegeisterten einfach mehr“, ist sich die stellvertretende Sportjugendvorsitzende Maren Schwede sicher.

Im Bereich Inklusion setzt der Verband jährlich deutliche Akzente. So wurde in diesem Jahr die 47. Freiwilligendienstleistende zur Unterstützung des Inklusionssports in Paderborn eingestellt. Anna Wegener berichtete von den erfolgreichen Special Olympics-Wettbewerben und eindrucksvollen Erlebnissen in Bonn und Berlin. Auch das Integrative Sportfest war erneut ein Musterbeispiel für das Thema „Sport für alle.“ „Die gesamte Paderborner Sportfamilie steht für Vielfalt und Toleranz, hier ist jeder willkommen“, stellt der Inklusions- und Integrationssportbeauftragte Matthias Brumby fest und freut sich schon darauf, wenn die Paderborner Sportfamilie am 14. Januar 2023 beim 36. Sportlerball wieder gemeinsam feiern kann.

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