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Luftgewehr-Bundesliga: SSV Elsen schlägt SV Kamen und SV Gölzau in der Maspernhalle jeweils mit 4:1

Péni knackt wieder die 400

Paderborn

Der SSV St. Hubertus Elsen hat seinen Heimvorteil mit dem Lösen der Fahrkarte für die Endrunde veredelt: Der Ausrichter des letzten Vorrundenwettkampfes der 1. Luftgewehr-Bundesliga Nord setzte sich in der leeren Maspernhalle gegen den Drittletzten SV Kamen (4:1) und den SV Gölzau (4:1) problemlos durch.

Von Jörg Manthey

Applaus: Elsens Topschütze István Péni erzielte zum zweiten Mal in dieser Saison die Maximalausbeute mit 400 Ringen. Foto: Quickstern

Herausragender Schütze war der Ungar István Péni, der gegen Kamen zum zweiten Mal in dieser Saison die Maximalausbeute von 400 Ringen knackte. Insgesamt fünfmal fiel am Samstag die 400 – Weltklasse! „Das war ganz großes Kino und hätte Zuschauer verdient gehabt“, schnalzte SSV-Vorsitzender Markus Quickstern mit der Zunge. Mit 18:4 Zählern belegen die Elsener in der Abschlusstabelle der Nordstaffel den vierten Rang hinter Titelverteidiger SSG Kevelaer (20:2), SB Freiheit (18:4) und dem Wissener SV (18:4).

„Wir haben das gezeigt, was wir können, unser Saisonziel erreicht und sind mit unserem Abschneiden nach der Vorrunde zufrieden“, fasste Quickstern zusammen. Pflicht erfüllt, nun folgt noch die Kür. Doch dafür braucht es Geduld. Die Endrunde in Ulm ist vom Deutschen Schützenbund von Anfang Februar in den Juni verschoben worden. Allerdings ist gegen diese Entscheidung Einspruch eingelegt worden, eine Entscheidung fällt am Montagabend.

Der erste Gegner Kamen reiste ohne seine Top-Ausländer an. Ausgerechnet die sonst so stabile Denise Palberg patzte. Ihr Gegner Patrick Trunk setzte auf Geschwindigkeit. Als er seine letzte Serie mit 97 Ringen abgeschlossen hatte, hatte Denise Palberg – mit einem Ring im Vorteil – noch vier Schüsse zu absolvieren. Sie hielt dem Druck diesmal nicht stand. Ihr 37. (9.8) und 38. Versuch (9.9) machten ihr den Garaus; sie unterlag mit 394:395 Ringen und haderte hinterher mit ihrer Leistung. „Ich bin nicht zufrieden. Ich habe schlecht gesehen; versucht, mich mit meiner Technik entlang zu hangeln. Das hat nicht so funktioniert, wie ich das wollte.“ Den Ausgleich besorgte Muriel Kemper, die sich nach zwei durchwachsenen 97er- Runden erheblich steigerte und gegen den nachlassenden Wesley Holthuijsen fehlerlos zwei Hunderter-Serien folgen ließ – 394:391.

Es folgte die Sternstunde István Pénis, der nach anfänglichen Problemen im Probeschießen voll „da“ war und seinen brillanten Wettkampf mit einer 10.6 blitzsauber abschloss – die 400! „Schon das Training lief gut. Ich bin sehr froh, dass mir das bei unserem Heimwettkampf gelungen ist“, strahlte Elsens Nummer eins. Für den 3:1-Siegpunkt sorgte Bastian Blos, der bei seinem 394:388-Erfolg über Julia Münch ebenso wenig Probleme hatte wie Lara Quickstern (393:387 gegen Maximilian Jockel.

Am Sonntag gegen Gölzau holte Denise Palberg nach für sie durchwachsenem Beginn die 1:0-Führung. Mit zwei akkuraten 100er-Serien distanzierte die nervenstarke Kommissarin Charleen Bänisch, die acht Schüsse schneller war, mit 397:395 Ringen. Muriel Kemper reichte nicht an ihre Vortagesleistung heran und konnte mit 389:391 Ringen gegen Lena Cramer den Ausgleich nicht abwenden.

István Péni ließ im Duell zweier Tokio-Olympioniken gegen den Polen Tomasz Bartnik nichts anbrennen. Mit 399:397 Ringen stellte er den alten Abstand wieder her.

Erneut war es an Bastian Blos, für Elsen den Sieg bringenden dritten Zähler zu markieren. Er hatte gegen Jana Tolonitz keinerlei Probleme (397:390).

Noch deutlicher machte es am Ende Lara Quickstern, die sich gegen Elena Kube 394:382 durchsetzte. „Das war ein solides Wochenende für mich, trotz der ungewohnten Atmosphäre in der Mas-pernhalle“, resümierte Lara Quickstern. „Ergebnistechnisch wäre mit Sicherheit noch ein bisschen mehr drin gewesen, doch im Großen und Ganzen bin ich mit der technischen Abarbeitung und auch mit der Wettkampftaktik zufrieden. Schauen wir mal, wann und wie das DM-Finale stattfinden wird.“ Elsens erster Finalgegner wird Südmeister SV Pfeil Vöhringen sein.

Weitere Resultate von Samstag: Der SV Wieckenberg setzte sich gegen den SV Gölzau mit 3:2 durch und die „Tiger“ der SSG Kevelaer distanzierten den SV Petersburg mit 5:0. In diesem Duell überzeugten die beiden Zwillingsschwestern Anna und Franka Janßen mit jeweils 400 Ringen. Am Sonntag ließ Kevelaer mit der nächsten 400 von Anna Janßen ein 5:0 gegen Kamen folgen, Wieckenberg gab Petersburg mit 4:1 das Nachsehen.

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