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Jubiläum: Einziger heimischer Handballverein, HC 71 Steinheim, feiert 50-jähriges Bestehen nach

Pokalschreck zu Karneval

Steinheim

Mit einem Jahr Verspätung feiert der HC 71 Steinheim an diesem Samstag, 21. Mai, sein 50-jähriges Jubiläum. Coronabedingt wurde der Termin um ein Jahr auf 2022 verschoben

Von Heinz Wilfert

Besonders erfolgreich war der HC 71 Steinheim im Pokalwettbewerb. Der letzte von fünf Pokalsiegen wurde 2015 gegen den VfL Schlangen erkämpft und ausgelassen gefeiert. Foto: Heinz Wilfert

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Diesing ist erster Boss

Der Handballsport stand in Steinheim bereits vor 1940 in großer Blüte. Er war also nicht ohne Tradition, als junge Menschen am 5. Dezember 1971 einen Handballclub gründeten, den HC 71 Steinheim, dem auch eine Fußballabteilung angegliedert war. Kaum bekannt ist, dass die Handballer sich ursprünglich dem TV 1895 Steinheim angeschlossen hatten, sich aber bereits nach einigen Monaten als Verein selbstständig machten. Erster Vorsitzender wurde Manfred Diesing, sein Stellvertreter Manfred Marx.

Junger Verein startet durch

Der junge Verein nahm sofort am Spielbetrieb der 3. Kreisklasse teil. Die Namen der Spieler waren Manfred Rieser und Adalbert Ostermann im Tor; August Becker, Peter Jonk, Udo Gundelach, Manfred Marx, Helmut Renger, Dieter Waleschkowski, Norbert Spyth, Werner Nöltker, Klaus Finkeldey, Max-Peter Wagner, Franz Pytlik, Heiner Hölting. Parallel wurde eine Jugend- und Schülerabteilung mit hoffnungsvollen Talenten aufgebaut. Trotz großen Interesses kam es nicht zur Gründung einer Damenmannschaft, weil geeignete Trainingsmöglichkeiten fehlten. In der Saison 1975/1976 nahm unter der Leitung von Dieter Kropp erstmals eine Schülermannschaft am Spielbetrieb teil, die auch gleich den Meistertitel eroberte.

Die größten sportlichen Erfolge verzeichnete der HC im Pokal, den er insgesamt fünfmal an die Emmer holte. Immer am Karnevalswochenenende wurde das Final Four ausgetragen, bei dem die Steinheimer Handballer zu Höchstform aufliefen und die Fans skandierten „Wir sind nur ein Karnevalsverein.“. Mit dem ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte 2010 fing die Serie von Erfolgen an. Zu den Spielen wurden Busse organisiert, damit möglichst viele die Mannschaft anfeuern konnten. Die Tribünen waren dadurch voll besetzt von kostümierten Fans. Spätestens dann wussten alle: „Es ist Karneval!“ Mit dem Triple (2010 bis 2012) wurde der HC 71 zum Pokalschreck. Nachdem man für ein Jahr den Pokal abgeben musste, griff man 2014 in Augustdorf wieder nach dem Pott. 2015 folgte der bisher letzte Triumph.

Fünf Pokalsiege

Mit den fünf Pokalsiegen und seinen vielen karnevalistischen Fans hat sich der HC einen Namen gemacht. „Steinheim ist eine Hochburg des Handballs,“ hieß es aufgrund der Erfolge. Aktuell ist der HC 71 im Kreis Höxter der einzige Verein, der am Handballl-Wettkampfbetrieb teilnimmt. Auch im Spielbetrieb ging es nach einer Durststrecke ab 2005 mit der 1. Seniorenmannschaft rasant aufwärts. Nach vier Aufstiegen in fünf Jahren folgte von der 4. Kreisklasse bis in die Bezirksliga ein unaufhaltsamer Durchmarsch. In der laufenden Saison der Bezirksliga mischten die Steinheimer lange oben mit und durften unter der Regie von Trainer Jörg Harke, eines ehemaligen Bundesliagsprofis, sogar vom Aufstieg in die Landesliga träumen.

„Vereine wie der HC sind das Rückgrat des Sports,“ lobte der damalige Bürgermeister Joachim Franzke beim 40-jährigen Bestehen des Vereins, der immer wieder talentierte Spieler hervorbrachte. André Kropp schaffte bei TUSEM Essen den Sprung in die Handball-Bundesliga. Anerkannt wurde vor kurzem auch die Nachwuchsförderung, insbesondere der Minis im Verein, der dafür mit dem Steinheimer Heimatpreis ausgezeichnet wurde.

Ehemalige spielen mit

Für sein Jubiläum hat der HC 71 am Samstag ein ansprechendes Programm vor-bereitet, das mit einem sportlichen Teil beginnt. Ab 13 Uhr findet ein Miniturnier/Spielfest mit dem Nachwuchs an der Sporthalle des Gymnasiums statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Für den Nachwuchs ist eine Hüpfburg aufgebaut. Ab 15 Uhr startet ein Mixturnier mit Spielern der ersten, zweiten und ehemaliger Mannschaften. Für den sportlichen Teil sind Zuschauer, Fans und Interessierte an der Halle willkommen. Ab 19.30 Uhr folgen vereinsintern die Feierlichkeiten im Steinheimer Schützenhaus. Dann werden langjährige und verdiente Vereinsmitglieder geehrt.

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