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Chavares Flanigan verlässt die Uni Baskets Paderborn und wechselt zum Pro A-Rivalen Vechta

Rasta freut sich auf „Schweizer Taschenmesser“

Paderborn

Nach nur einer Saison in der Maspernhölle wird Chavares „Chip“ Flanigan nicht zu den Uni Baskets Paderborn zurückkehren! Der 2. Basketball-Bundesliga Pro A bleibt er jedoch erhalten: Flanigan schließt sich zur neuen Saison Rasta Vechta an.

Mit hohen Zielen zieht Chavares „Chip“ Flanigan weiter. Er schließt sich zur kommenden Saison dem aufstrebenden Pro A-Rivalen Rasta Vechta an. Foto: Jörg Manthey

„Ich habe in Paderborn viel gelernt und werde alle vermissen“, teilt Flanigan ein bisschen traurig mit. Er bedankt sich bei Coach und Verein, „dass sie mir eine Chance gegeben haben, mich als Spieler und als Mensch weiterzuentwickeln.“

Dominik Meyer betont, dass er Flanigan gerne noch ein zweites Jahr im Paderborner Trikot gesehen hätte. „Aber bei den finanziellen Möglichkeiten anderer Vereine können wir in den Verhandlungen irgendwann leider nicht mehr mithalten.“ Für den Geschäftsführer ist es „irgendwo verständlich“, dass Flanigan den nächsten Schritt geht. Meyer stellt fest: „Das ist ja auch ein bisschen unser Konzept: Wir machen Spieler besser, damit sie für größere Aufgaben gewappnet sind.“

Uni Baskets-Headcoach Steven Esterkamp sei es ebenso „ein echtes Vergnügen“ gewesen, Chip zu trainieren. „Ich wünsche ihm für seine Zukunft nur das Beste.“

Vechta freut sich, den „besten Balldieb“ der ProA verpflichtet zu haben. Immerhin stehen für den US-Boy aus der abgelaufenen Saison 80 Steals zubuche. Der 26-jährige Small Forward, der sich im fortgeschrittenen Saisonverlauf zum Paderborner Leistungsträger mauserte, verbuchte im Schnitt 11.5 Punkte, 5.2 Assists sowie 4.4 Rebounds. „An seinen Statistiken kann man sehen, dass Chip jemand ist, der von allem etwas zum Teamerfolg beitragen kann“, sagt Rasta-Coach Ty Harrelson über seinen Neuzugang. „Er hat Playoff-Erfahrung, und wir können ihn in Offense wie Defense variabel einsetzen. Chip hat uns gegenüber deutlich gemacht, dass er hier mit uns Siege einfahren will. Seine spielerischen Qualitäten und seine Einstellung sind genau das, wonach wir Ausschau gehalten haben. Ich denke, dass Chip eine echte Bereicherung für Rasta sein wird.“

Die Lizenz hat Vechta ohne Auflagen erhalten. Die neue sportliche Führung im Oldenburger Münsterland hat es geschafft, sowas wie Aufbruchstimmung zu erzeugen. Mit Rasta will der US-Amerikaner unbedingt wieder in die Playoffs – und mehr: „Ich erwarte von uns, dass wir uns eine gute Ausgangsposition für die Play-offs erarbeiten und den Aufstieg in die Basketball Bundesliga sowie den Gewinn der Meisterschaft anstreben. Das ist es, was alle bei Rasta wollen. Ich wüsste nicht, warum wir dieses Ziel nicht erreichen sollten.“

Rasta-Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele findet: „Chip kommt einem Schweizer Taschenmesser gleich. Er ist ein Spieler, der sehr vielseitig ist. Auch passt er sehr gut in unser Anforderungsprofil, wenn wir über Intensität und Variabilität sprechen.“ Flanigan möchte sich im Rasta-Dome weiterentwickeln. „Auf meine Defense lege ich wirklich viel Wert. Daran arbeite ich soviel wie nur möglich. Um konstant gut zu verteidigen, kommt es auch auf die richtige Technik an, sehr aber auch auf die Lust darauf. Von mir selbst erwarte ich, dass ich in der kommenden Saison in der Defensive genauso viel bewirken kann wie in der abgelaufenen Saison“, blickt der 26-Jährige nach vorn.

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