1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Sprengers feiner Formtest

  6. >

Surfen: Just Windsurfing ist auf dem Auesee vielversprechend in die Racebord-Bundesligasaison gestartet

Sprengers feiner Formtest

Paderborn

Eigentlich standen im Mai die Vorrundenregatten der Surf-Bundesliga im Terminkalender. Corona warf jedoch die komplette Saisonplanung über den Haufen. Umso erfreulicher waren die Raceboarder von Just Windsurfing Paderborn, dass zumindest die letzte Veranstaltung der Vorrunde auf dem Auesee in Wesel doch noch über die Bühne gehen durfte.

Matthias Reimann (GER 342; links) und Florian Schwede (GER 349) nach dem Runden der Luvboje. Foto:

Vorab hatte der Deutsche Segler-Verband schon verkündet, dass wegen der fehlenden Qualifikationsmöglichkeiten alle Teams für das Bundesligafinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert sind. Diese Regatta diente den Aktiven insofern für einen willkommenen Formtest im Wettkampf.

Am ersten Tag wurden bei großer Wärme vier Schwachwindläufe angesetzt. Hier mussten alle Aktiven an ihre Grenzen der Kraftausdauer gehen und den Kurs die ganze Zeit „durchpumpen“, also das Rigg hin- und herbewegen. Matthias Reimann, einziger Starter von Just Windsurfing an dem Tag, setzte sich direkt in der Spitzengruppe fest. War er auf dem Kreuzkurs flott unterwegs, so musste er auf dem Raumkurs die deutlich leichteren Konkurrenten meist ziehen lassen. Ein fünfter Platz war seine beste Platzierung. „Man hat gemerkt, dass ich im Winter zu wenig trainiert habe, um in allen Läufen vorne mit dabei zu sein“, zeigte er sich selbstkritisch.

Am Sonntag herrschte bestes Raceboardwetter mit Wind um 3-4 Beaufort, also Gleitbedingungen. Richard Sprenger und Florian Schwede griffen als Team JWS1 in den Wettkampf ein. Für sie galt es umso mehr, einen guten Start zu erwischen, um im freien Wind auf einem Bug möglichst direkt zur Luvboje aufzukreuzen, von dort dann mit dem Wind in rasanter Geschwindigkeit zur Leeboje und nach einer zweiten Runde nach einer kurzen Kreuz ins Ziel. Sprenger begann mit Rang vier vielversprechend und entschied den letzten Lauf sogar für sich. Auch Schwede zeigte mit den Plätzen zehn und neun eine gute Leistung. In der Einzelwertung landeten beide aufgrund der fehlenden Läufe am Samstag unter „ferner liefen“, waren aber mit dem Formtest zufrieden. Matthias Reimann konnte mit Platz acht in der Gesamtwertung der 46 Starter ebenfalls zufrieden sein.

In der Jugendwertung auf Bic Techno zeigte Elisabeth Sprenger der Konkurrenz mit drei Laufsiegen in den sechs Wettfahrten die Grenzen auf und gewann die Gesamtwertung. In der Teamwertung setzte sich erwartungsgemäß der amtierende Meister aus Wilhelmshaven vor Warendorf und Zülpich durch.

In der Sommerpause haben alle Racer Zeit, weiter an Kraft und Fitness zu arbeiten, damit sie im September zunächst bei der Deutschen Einzelmeisterschaft auf dem Steinhuder Meer und danach beim Bundesligafinale in Bestform sind.

Startseite