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Leichtathletik: Tatjana Pinto qualifiziert sich in Tokio fürs olympische 100-Meter-Halbfinale

„Start ziemlich verpennt“

Paderborn.

Die Paderborner Sprinterin Tatjana Pinto hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die erste Hürde gemeistert: Als Dritte ihres 100-Meter-Vorlaufes in 11,16 Sekunden löste sie das Halbfinalticket (Samstag, 12.15 Uhr).

Tatjana Pinto hat sich für das 100-Meter-Halbfinale am Samstag qualifiziert. Foto: Michael Kappeler/dpa

„Ich war auf jeden Fall aufgeregt“, pustete sie hinterher erleichtert durch. „Man muss erstmal durch die Runden kommen, und das ist immer tricky. Ich habe es mir noch ein bisschen besser vorgestellt, vor allem habe ich den Start ziemlich verpennt. Aber ich bin ruhig geblieben, habe mein Rennen gemacht und hintenraus habe ich mich wohlgefühlt. Ich denke, ich kann am Samstag noch etwas Besseres zeigen und ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf!“

Die Bahn in Tokio sei sehr schnell. „Wenn man viel reingibt, kriegt man auch viel wieder raus.“ Tatjana Pinto bedauerte wiederholt, dass keine Zuschauer da seien. „Die Energie fehlt schon. Aber das sind Olympische Spiele, und da will jeder vorne mit dabei sein – ich auch!“ Der weitere Plan nach dem Vorlauf: runterkommen, auslaufen, behandeln lassen, etwas essen, zur Ruhe kommen. „Da passiert heute nicht mehr viel, das ist alles nur noch mental. Ganz zufrieden bin ich mit dem Vorlauf nicht, wenn der Start besser gewesen wäre, wäre noch mehr drin gewesen. Aber dafür habe ich noch eine Chance, und diese Chance werde ich nutzen!“

Vorlaufschnellste war die Ivorerin Marie-Josee Ta Lou, die bei leichtem Gegenwind in 10,78 Sekunden den Afrika-Rekord ihrer Landsfrau Murielle Ahoure einstellte. Auch die jamaikanischen Topfavoritinnen überzeugten: Elaine Thompson-Herah, Olympiasiegerin von 2016, war in 10,82 Sekunden Zweitschnellste, Shelly-Ann Fraser-Pryce, die 2008 und 2012 Gold geholt hatte, in 10,84 kaum langsamer.

Für Furore sorgten die Schweizer Sprinterinnen. Zuerst egalisierte Mujinga Kabundji in 10,95 Sekunden ihren Landesrekord, wenig später drückte Ajla del Ponte diesen auf 10,91.

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