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1. Squash-Bundesliga Nord: Paderborner SC baut Tabellenführung mit zwei 4:0-Heimsiegen aus

Talentierter Lehrling im Reigen der Meister

Paderborn

Die Pflicht erfüllt, und eine ordentliche Prise Kür war auch dabei: Der Paderborner Squash Club hat die Hinrunde der 1. Squash-Bundesliga Nord mit einem 4:0-Heimerfolg über Airport Squash beendet und tags darauf die Rückrunde mit dem nächsten 4:0 gegen den 1. Bremer SC eingeläutet. Der optische Lohn des Doppelsieges: Die unangefochtene Tabellenführung mit der Maximalpunktausbeute von 21.

Von Jörg Manthey

Tipps vom Großmeister: Rowan Damming (17), Europas Nummer eins der Altersklasse U19, lauscht den Worten Simon Rösners. Nach erfolgreicher Bundesligapremiere standen die ersten beiden Punkte auf der Habenseite des jungen Niederländers. Foto: Jörg Manthey

Den Anfang machte einer, der ziemlich aufgeregt und nervös war. „Im besten Verein Europas und zusammen mit diesen außergewöhnlichen Spielern in einer Mannschaft aufschlagen zu dürfen, ist echt speziell und erfüllt mich mit Stolz“, erzählte Rowan Damming. Der 17-jährige Niederländer aus s-Hertogenbosch, erst seit Beginn der Saison dabei, sollte eigentlich zunächst in Paderborns „Zwoter“ Matchpraxis sammeln. Weil der Spielbetrieb in der NRW-Liga corona-bedingt seit zwei Monaten ausgesetzt ist (im März geht‘s weiter), erfolgte die interne „Beförderung“ für Europas Besten der Altersklasse U19. „Wir sind sehr zufrieden mit ihm, wollen Rowan rasch ins Team und in den Klub integrieren und hoffen, dass er lange bei uns bleibt“, sagte PSC-Geschäftsführerin Anna Wedegärtner. Damming ist hier, um zu lernen. Das wird er. „Der Junge spielt schon sehr reif für sein Alter, ein gutes Tempo, präzise. Ich denke, wir älteren Semester können ihm einiges beibringen, was er für die Zukunft mitnehmen kann“, würdigte der Schweizer Vizemeister Nicolas Müller den flotten Dreisatz-Auftritt des Youngsters gegen Jonathan Kovac, der das 1:0 brachte. Simon Rösner lobte den Berliner Julian Wollny als „unangenehmen Gegner. Er hat sich gut gewehrt.“ Nach einem „spaßigen Spiel“ stand der 3:0-Sieg Rösners, und der konstatierte zufrieden: „Läuft alles nach Plan.“ Wobei er auf ungewohntem Terrain auftrat. „Das erste Mal nach einer sehr, sehr langen Zeit an Position drei im Team“, schmunzelte Deutschlands bester Squasher aller Zeiten.

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