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Fußball-Landesliga: Nach 13 Abgängen muss der neue Trainer Christian Scheidies beim TuS Tengern aus acht Verbliebenen und 17 Neuzugängen eine Einheit formen.

Totaler Umbruch ist in Tengern gewollt

Hüllhorst

Der TuS Tengern steht nach dem Abstieg aus der Westfalenliga vor einem kompletten Umbruch. Inklusive Trainer Waldemar Jurez haben 13 Spieler den Verein verlassen. Nur acht sind geblieben. Aus denen und 17 überwiegend unerfahrenen Neuzugängen muss der neue Coach Christian Scheidies eine neue Mannschaft auf die Beine stellen.

Von Klaus Münstermann

Der neue Trainer Christian Scheidies (Mitte, Zweiter von links) geht mit einer völlig neuformierten Mannschaft in die Landesliga-Saison. Foto: Klaus Münstermann

Der 40-jährige B-Lizenz-Inhaber möchte sich mit dem TuS zunächst einmal stabilisieren. „Das ist ein großer Umbruch. Aber er ist gewollt“, so Scheidies, dessen 25 Spieler umfassender Kader ein Durchschnittsalter von knapp unter 22 Jahren aufweist. „Wir dürften die jüngste Mannschaft in der Landesliga sein. Aber wir gehen die Aufgabe selbstbewusst an, denn die Jungs haben viel Talent und einen großen Willen“, sagt Scheidies und gibt ebenso selbstbewusst das Saisonziel „oberes Mittelfeld“ aus.

„Es wäre vermessen zu sagen, wir wollen ganz oben ranrücken. Die Ligadichte ist sehr hoch und bei fünf Absteigern, wollen wir gar nicht erst unten reinrutschen“, erklärt Scheidies, der von 2017 bis Oktober 2019 beim damaligen Landesligisten SV Eidinghausen-Werste seine einzige Trainerstation im Seniorenbereich hatte. In der Vorsaison hat er die C-Junioren der JFV Lohe-Bad Oeynhausen in die Landesliga geführt.

Scheidies: Landesliga-Staffel ist extrem interessant

Scheidies zur Landesliga: „Unsere Staffel ist extrem interessant. Viele Derbys wie gegen Lohe, Maaslingen, Bad Oeynhausen, Kirchlengern und Herford.“ Hinzukommen Fichte und Theesen, die gemeinsam mit Tengern abgestiegen sind. „Bei denen muss man abwarten wie stark sie sind. Deshalb sind meine Favoriten Kaunitz und Neuenbeken.“

Nach einem holprigen Start in die Vorbereitung „rollt sich die Mannschaft langsam ein“. Als großen Schritt wertet Scheidies dabei den 7:1-Sieg gegen Mennighüffen. „Da war vieles besser als beim 3:3 gegen Blasheim, wo wir zur Pause 3:0 geführt hatten.“

Der langjährige Stammtorwart Alexander Fischer hat seine Laufbahn beendet und kümmert sich künftig um das Torhütertraining der ersten und zweiten Mannschaft. Ob Daniel Gedert ihn zwischen den Pfosten beerben wird, oder Finn Patzek (vormals Brake und Holsen) ist offen.

Dass der TuS in der ersten Kreispokalrunde ein Freilos hat, freut Scheidies, denn der TuS bezieht am ersten Augustwochenende in Halle ein dreitägiges Trainingslager. „So bleibt uns dort mehr Zeit für Taktik und Teambuilding.“

Der Kader des TuS Tengern

Abgänge: Alexander Fischer (Laufbahnende), Kilian Ramroth (TuS Gehlenbeck), Julian Meier, Joscha Kachel (beide FC Bad Oeynhausen), Jan Stühmeier (TuS Volmerdingsen), Magnus Giersdorff, Maximilian Schwier (beide RW Maaslingen), Lino Salle, Jarno Kassebaum (beide Preußen Espelkamp), Max Kamann (BSC Blasheim), Waldemar Jurez (SC Enger), Alexander Knicker (eigene Zweite), Linus Brüggemann (beruflicher Umzug)

Zugänge: Arian Berisha, David Wutzke (beide Preußen Espelkamp), Florent Berisha, Vitali Tichomirov (beide SV Rödinghausen A-Jugend), Dominik Moskvin (SV Rödinghausen II), Finn-Luis Patzek (TuS Brake), Max Rieke, Laurenz Westerfeld (beide FC Bad Oeynhausen), Patryck Rynkiewicz (FC Lübbecke), Igor Safonov (SC Herford), Lennart Schürstedt (FT Dützen), Christian Paul Schwier (VfL Bückeburg), Felix Waltke (RW Maaslingen), Atakan Kurnaz, Semih Yilmaz (beide SV Eidinghausen-Werste), Arlind Suka ( Tengern II), Louis Kristan (Tengern A-Jugend)

Kader ohne Zugänge: Tom-Frederic Borchard, Felix Budde, Daniel Gedert, Nico Gerfen, Kevin Hübert, Gerhard Kwarteng, Joel Waterbär, Simon Haubrock (kuriert Kreuzbandriss aus)

Trainer: Christian Scheidies (im ersten Jahr), Co-Trainer: Bastian Bartelheimer (im achten Jahr), Torwarttrainer: Alexander Fischer, Betreuer: Jens Gassmann, Physiotherapeuten: Yannic Rullmann, Katharina Pethke

Saisonziel: oberes Mittelfeld

Favoriten: FC Kaunitz, SCV Neuenbeken

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