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Abwehrchef Julian Stöckner (32) wechselt vom SC Verl zum Westfalenligisten

Transfer-Hit: Preußen Espelkamp holt Drittliga-Ass

Espelkamp

Die Preußen legen nach – und wie! Mit Abwehrchef Julian Stöckner vom SC Verl hat der heimische Fußball-Westfalenligist in dieser Woche den anvisierten Hochkaräter unter Vertrag genommen. „Das ist großartig“, sagt Trainer und Sportlicher Leiter Tim Daseking über den Wunsch-Transfer für die Espelkamper Zentrale.

Von Alexander Grohmann

Julian Stöckner (32) fungierte zuletzt beim SC Verl als Abwehrchef und Kapitän und kommt auf 19 Einsätze in der 3. Liga. Künftig wird er beim Westfalenligisten Preußen Espelkamp den Laden zusammenhalten. Foto: Thomas F. Starke

Stöckner wechselte 2014 vom SV Lippstadt zum SC Verl, mit dem er 2020 den Aufstieg in die 3. Liga feierte. Den Preußen gelang mit der Verpflichtung ein echter Transferoup, schließlich weist Stöckner 174 Spiele Regionalligaerfahrung und 19 Einsätze in der 3. Liga auf. Der Kontrakt in Espelkamp läuft zunächst über zwei Jahre.

„Mit Julian bekommen wir einen absoluten Führungsspieler hinzu. Neben unseren vielen jungen, talentierten Spielern haben wir gezielt nach einem zentralen, erfahrenen Spieler geschaut, der unser Team in den nächsten Jahren führen und qualitativ auch besser machen soll“, kommentiert Daseking den Stellenwert des Neuzugangs, mit dem die Preußen in der kommenden Saison wieder um den Oberliga-Aufstieg spielen dürften.

Tim Daseking

Dass Stöckner in Espelkamp ein neues Fußball-Kapitel aufschlägt, hat mit seinem Berufswunsch zu tun. Der 32-Jährige startet in diesem Sommer eine Ausbildung bei der Polizei NRW, die er mit dem Aufwand beim Drittligisten nicht hätte in Einklang bringen können. Anfang Juli hatte Verls Mannschaftskapitän bereits den Abschied beim Drittligisten angekündigt. Für Stöckner stand aber fest, „dass ich trotzdem noch ambitioniert im Amateurbereich weiter Fußball spielen möchte“, so der Spieler, der seiner Leidenschaft künftig in Espelkamp nachgeht..

„Preußen hat sich in den letzten Wochen sehr um mich bemüht und mich inhaltlich überzeugt. Wir haben hier tolle Trainingsbedingungen, eine gute Mischung im Kader mit vielen jungen und ein paar älteren Spielern sowie ehrgeizige Ziele“, sagt Julian Stöckner. „Ich will meinen Teil dazu beitragen, mit diesem Team in den nächsten Jahren so erfolgreich wie möglich zu sein“, beschreibt er die Motivation für den Wechsel.

Mann für die Zentrale gesucht und gefunden: Tim Daseking hat Julian Stöckner vom Wechsel nach Espelkamp überzeugen können, bezeichnet den Neuzugang aus der 3. Liga als „Hochkaräter“. Foto: POLLEX

Daseking hatte zuletzt immer wieder angedeutet, dass sich die Preußen im Hinblick auf den kurzfristigen Abgang von Janik Brosch und den vorübergehenden Ausfall von Kapitän Dennis Schmidt (geht im August für ein Semester nach Schweden) unbedingt noch sinnvoll verstärken müssen. Im Visier des Westfalenligisten: ein Mann für den zentralen Bereich. Mit dem Drittliga-erfahrenen Stöckner hat der Klub ins Schwarze getroffen.

Neuzugang Julian Stöckner hat schon zum ersten Mal das Adler-Trikot übergestreift. Foto: Preußen Espelkamp

Es sei hier allerdings nicht darum gegangen, einen Ersatz für Dennis Schmidt zu finden. „Julian kann theoretisch auch vor der Abwehr spielen“, sagt Daseking zwar. Für die Sechser-Position kämen in der Hinrunde aber auch Spieler wie Orkun Tosun und Ben Klostermann in Frage. „Wir müssen Dennis ja nur ein paar Monate ersetzen. Bei dem Stellenwert, dem wir ihm langfristig bei uns einräumen, holen wir für ihn keinen Ersatz“, stellt der Trainer klar. Fest steht aber nach der Verpflichtung von Führungsspieler Stöckner: „In dem Bereich sind wir jetzt bärenstark aufgestellt.“

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Dieses Qualitätssiegel verpasst Daseking auch den anderen Mannschaftsteilen. Dennoch ist die Kaderplanung nicht abgeschlossen, nachdem mit Markus Esko (21) jüngst schon ein Stürmer geholt wurde. „Er ist aber eher jemand für Außen.“ Der Schuh könnte früher oder später eher im vorderen zentralen Bereich drücken: Hier verfügt man mit Stefan Langemann und Neuzugang Marvin Höner zwar über ein hochkarätiges, aber auch verletzungsanfälliges Doppel. Daseking: „Wären Beide immer fit, hätten wir keine Sorgen. Aber so schauen wir uns noch um.“

Mit dem Transfer von Stöckner ist der Westfalenligist nun schon einmal einen entscheidenden Schritt weitergekommen. „Wir sind sehr glücklich, dass er sich für uns entschieden hat“, so Daseking.

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