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Start in die neue Tennissaison

Viele Fragezeichen

Paderborn

Corona hatte die Tennisspieler seit dem ersten Mai-Wochenende in die Warteschleife gezwungen. Doch nun soll es endlich soweit sein: Am Wochenende 13. Juni startet die Mannschaftswettspielrunde in den Ligen des Westfälischen Tennisverbandes (WTV; Westfalenliga, Verbandsliga).

Kampf gegen den Abstieg: Aufsteiger TC Grün-Weiß um Mannschaftsführerin Sophia Gockeln sieht sich in seiner spielstarken Verbandsliga-Gruppe einer großen sportlichen Herausforderung gegenüber.

Während die beiden Top-Damenteams aus dem Kreis Paderborn, das sind der TuS Sennelager in der Westfalenliga und der TC Grün-Weiß Paderborn in der Verbandsliga, am Sonntag, 13. Juni, starten, muss der zunächst spielfreie TC Rot-Weiß Salzkotten in der Damen-Ostwestfalenliga auf seinen ersten Einsatz noch bis zum 20. Juni warten.

Ob der TuS Sennelager in der bundesweit vierthöchsten Spielklasse tatsächlich der Damen-Platzhirsch des Kreises sein wird, ist jedoch mit einem Fragezeichen versehen. Zwar rückte der Verbandsliga-Vizemeister des Vorjahres im Frühjahr aufgrund des Rückzugs eines Westfalenliga-Vertreters ins zweigleisige Ligen­oberhaus des WTV nach. Aber: Rückzug oder nicht, ist die Frage, die Carolin Daniels seit der kurzfristigen Ankündigung des WTV umtreibt, die Westfalenliga terminlich zwar weiter nach hinten zu schieben, aber trotzdem als reguläre Spielzeit ohne Freiwilligkeit und mit einem Abstieg abzuwickeln.

„Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen stehen uns unsere Profi-Spielerinnen in der zweiten Saisonhälfte nicht zur Verfügung, hinzu kommen Einreise-Unsicherheiten wegen Quarantäne-Vorschriften, sodass wir nicht wissen, ob und wie wir an den Spieltagen eine vollständige Mannschaft auf den Platz bringen können“, macht die Teamverantwortliche der TuS-Westfalenliga-Damen aus ihren Problemen keinen Hehl.

Nach einer abschlägig beschiedenen, gemeinsamen Eingabe aller Damen- und Herren-Westfalenligisten beim WTV, die Saison zumindest ohne Abstieg zu spielen, falle die Entscheidung, für oder gegen die Teilnahme womöglich erst kurz vor dem ersten Spieltag.

Zolke zurück beim TC Grün-Weiß

Probleme dieser Art haben die Damen des TC Grün-Weiß Paderborn nicht. Der Ostwestfalenliga-Meister des Vorjahres nimmt die Spielzeit ohne ausländische Ergänzungsspielerinnen an den Spitzenpositionen in Angriff. „Bei uns gibt es nicht viel Neues, bis auf die Rückkehr von Ex-Jugend-Kreismeisterin Frederike Zolke (Verl, Anmerkung der Redaktion) ins Kreisgebiet ist der Kader im Vergleich zum Aufstiegsjahr unverändert“, sagt Spielführerin Sophia Gockeln. Laut Leistungsklassen sind die anderen Teams gegenüber Grün-Weiß personell spielstärker aufgestellt. Allerdings: Die coronabedingte Unsicherheit auch in der Verbandsliga, ob und in welchem Ausmaß Ausländerinnen zum Einsatz kommen können, lässt eindeutige Prognosen zum sportlichen Abschneiden nicht zu. Für Gockeln ist jedoch klar: „Das wird eine harte Saison.“

Umbruch in Salzkotten

Nach zuvor zwei Dekaden fast ununterbrochen auf Verbandsebene durchlaufen die Damen des TC Rot-Weiß Salzkotten aktuell einen Umbruch. Als einschneidende Maßnahme entschieden die Verantwortlichen vor der Saison, das Team aus der Verbandsliga in die Ostwestfalenliga eine Spielklasse herunterzumelden. Im Ligenoberhaus des Bezirks wollen die Sälzerinnen in erster Linie „die jungen Talente aus der zweiten Frauschaft näher an das Spielniveau Bezirk und Verband heranführen und die Neuzugänge integrieren“, wie Mannschaftsführerin Ellena Volmer erläutert. Kurzfristiges sportliches Ziel sei es, in der Liga zu bleiben, um von 2022 wieder anzugreifen und in die Verbandsliga zurückzukehren. Vollmer selbst will zunehmend auf eigene Einsätze verzichten und weiteren Platz für den Nachwuchs schaffen.

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