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Fußball: SV Enger-Westerenger will sich im Kreisoberhaus etablieren

Niemand verlässt den Aufsteiger

Enger (WB). Die Freude war groß bei den Fußballern des SV Enger-Westerenger, als in der vergangenen Saison am vorletzten Spieltag der Aufstieg in die Kreisliga A klar gemacht wurde. Für Trainer Hans-Joachim »Pelle« Schleef lief bisher alles nach Plan. Das soll in seinem dritten Jahr an der Seitenlinie nicht anders werden.

Lukas Brekenkamp

Der SVEW ist jung und hungrig (hinten von links): Emil Sumper, Mick Thorun, Alexander Gößling, Sascha Hoti, Tim Paschke, Florenz Ebeler, Timo Schlüter, Julian Dreier, (Mitte v. li.): Trainer Hans-Joachim Schleef, Torwart-Trainer Sascha Pohlmann, Phillip Ueberschär, André Beckmann, Jan Sennholz, Kevin John Viezens, Tim Rogalski, Fynn Rittersberger, Nils Kowert, Betreuer Thomas Schäfer, Co-Trainer Philip Albrecht; (vorne von links): Steven Croppenstedt, Marlon Meyer, Jannik Dorn, Marcel Primke, Leon Fuhs, Taha Baroudi, Felix Weissbrodt, Tim Friedrich. Es fehlen: Max Stättner, Tim Guntelmann, Henrik Jablonowski, Dean Peitzmeier, Fitnesstrainer Niklas Pieknik.

»Im ersten Jahr mussten wir uns finden. Im zweiten Jahr war der Aufstieg das Ziel. Und jetzt im dritten Jahr wollen wir uns in der Kreisliga A etablieren«, erklärt »Pelle« seinen Dreijahresplan.

Und dabei setzt er auf eins: die Jugend. Mick Thorun, Taha Baroudi, Sascha Hoti und Marlon Meyer verstärken den Kader und kommen aus der eigenen U19, Dean Peitzmeier kommt außerdem von der U19 von Arminia Bielefeld. »Wir wollen vor allem auf die eigene Jugend setzen, die hier aus der Stadt kommen«, sagt der Trainer. Und das merkt man. Der Altersdurschnitt des Kaders liegt bei etwa 22,5 Jahre. »Die Mischung macht’s«, weiß »Pelle«. Immerhin reihen sich neben den jungen, hungrigen Spielern auch einige erfahrene Kräfte ein, die zum Teil höherklassig gespielt haben.

Ein Vorteil für die kommende Saison: Der SVEW hatte keinen Abgang zu verzeichnen. »Wir können Spieler hier halten, weil sie sich wohlfühlen«, erklärt Schleef. Dabei kann der Trainer auch abseits des Platzes auf eine Verstärkung zurückgreifen: Fitnesstrainer Niklas Pieknik verstärkt das Trainergespann. Er soll die Mannschaft fitter machen und auch Verletzungen vorbeugen. Das ist trotz eines großen 27-Mann-Kaders auch wichtig.

»Noch Luft nach oben« trotz guter Vorbereitung

Ziel des Trainers: »Grundsätzlich wollen wir nicht absteigen – wir wollen auf keinen Fall aus der Liga raus. Wir sind glücklich, wenn wir am Ende zwischen Platz sieben und zehn landen.« Seinem Team traut er das definitiv zu: »Die ganze Mannschaft hat sich in den letzten Jahren unheimlich geformt«, sagt »Pelle«. »Das Team ist in der Kreisliga A gut aufgehoben. Und wichtig ist, dass der Verein wieder nach oben kommt.« Dabei betont er allerdings auch mit Blick auf die erfolgreichen Zeiten: »Wir sind nicht mehr die Truppe von vor zehn Jahren, die fast überall hinfuhr und gewann.«

»Pelle« weiß ganz genau: »Die Vorbereitung lief zwar gut, wir haben aber noch Luft nach oben.« Und: »Wir müssen noch viel lernen.« Lange haben die SVEW-Spieler nicht mit Niederlagen umgehen müssen. Gerade einmal drei von 30 Spielen gingen in der Kreisliga B in der Aufstiegssaison verloren. Das kann in der Kreisliga A anders werden. Hier ist Enger-Westerenger nicht mehr der Favorit – »aber auch nicht der Underdog«, wie der Trainer betont. »Ich denke, wir können mehr, als gegen den Abstieg spielen.« Favoriten sind für ihn Mennighüffen und SG FA Herringhausen/Eickum. Gegen letztere startet der SVEW am ersten Spieltag.

Ein erster Härtetest ging allerdings schief. Im Kreispokal verlor SVEW gegen SC Batman (Kreisliga B) 1:3. Kurios: Als die zwei Vereine zuvor aufeinander getroffen waren, wurde der SVEW Meister und machte den Aufstieg klar.

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