1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Herford
  6. >
  7. Arminia ist kein Maßstab

  8. >

Frauenfußball-Regionalliga: Auf den HSV warten wichtigere Spiele

Arminia ist kein Maßstab

Herford (WB). Markus Wuckel war sich seiner Sache sehr sicher. »Die hatten Angst«, meinte Arminia Bielefelds Trainer bezogen auf die Fünfer-Abwehrkette des Herforder SV.

Lars Krückemeyer

Bei Standards wird’s gefährlich: Die Herforderinnen Gina Kleinedöpke, Jessy Atila, Torhüterin Alisa Ostwald und Leonie Heitlindemann (von links) klären mit vereinten Kräften gegen ihre ehemalige Mannschaftskollegin Sophia Thiemann. Foto: Lars Krückemeyer

Siege gegen den HSV, daraus machte der in Herford wohnende Ex-Profi nach dem 5:1 im Derby der Frauenfußball-Regionalliga keinen Hehl, freuen ihn besonders. Aber Angst? Sicher gewann der Aufstiegsfavorit beim Abstiegskandidaten verdient. Alles andere wäre ja auch eine Blamage gewesen.

Herford und Arminia in der zweiten Hälfte ebenbürtig

»In der ersten Halbzeit waren wir zu defensiv, aber da mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf«, sagte HSV-Trainer Maximilian Grove. Aber nach dem Wechsel war der Gastgeber ebenbürtig, attackierte konsequenter und hätte die zweite Hälfte beinahe noch gewonnen. Aber der Weitschuss von Lena Schulte ging in der 82. Minute beim Stand von 1:5 nur an die Latte.

Bedeutsamer als das Derby gegen die Arminia sind für den Herforder SV freilich die nächsten drei Aufgaben. Am kommenden Sonntag ist zunächst zum Rückrundenstart der starke Aufsteiger und Tabellendritte SV Bökendorf zu Gast.

SV Bökendorf, 1 FC Köln II und Alemania Aachen die nächsten HSV-Gegner

»Da haben wir im Hinspiel gar nicht so schlecht ausgesehen«, sagt Grove. Danach geht’s zum nur vier Punkte besseren 1. FC Köln II und am 16. Dezember kommt mit dem einen Punkt schlechteren Tabellenzwölften Alemannia Aachen ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt ins Jahnstadion.

Außerdem hat der HSV noch das Nachholspiel in Aachen in der Hinterhand. Die Partie musste wegen des Herforder Pokalspiels in Delmenhorst verlegt werden und soll am 17. Februar 2019 ausgetragen werden. Somit treffen die beiden Mannschaften innerhalb von zwei Monaten zweimal aufeinander. Bereits eine Woche vorher empfängt der HSV die SG Lütgendortmund im Westfalenpokal.

Der unangefochtene Herbstmeister aus Bielefeld (13 Spiele, 13 Siege) würde übrigens als Meister der Regionalliga West nicht automatisch in die 2. Bundesliga Nord zurückkehren. Denn der DFB hat aufgrund der neuen Eingleisigkeit eine Relegation angesetzt. »Wir träfen dann auf den Meister der Nordstaffel, zurzeit wäre das der SV Henstedt-Ulzburg, falls die eine Lizenz beantragen. Wir könnten aber auch gegen Bayern München II spielen, das wäre natürlich schwieriger«, sagte Arminia-Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer.

Prüfer Kandidat beim FSV

Beim Herforder Zweitliga-Nachbar FSV Gütersloh dauert die Suche nach einem Nachfolger für Mark-Oliver Stricker (geht nach der Hinrunde) an. Einer von fünf Kandidaten soll der Ex-HSV-Trainer Jürgen Prüfer (51) sein, der derzeit den Männer-Bezirksligisten SV SW Sende (Letzter der Staffel 2) betreut. Mit dem 3:0 gegen den SV Weinberg gelang dem FSV derweil ein wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

Startseite