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Regionalliga: 4:2-Sieg des HEV gegen Dinslaken von schwerer Verletzung überschattet

Gegenspieler schwebte in Lebensgefahr

Herford (WB). Zum Schluss interessierte das Ergebnis kaum noch jemanden – trotz eines 4:2 (1:0/2:0/1:2)-Erfolges des Herforder EV über die Dinslaken Kobras wollte keine Freude aufkommen. Der Dinslakener Kapitän Philipp Heffler verletzte sich schwer , ist aber inzwischen auf dem Wege der Besserung.

Sven-Olaf Mayer

Schockmoment in Herford: Der Dinslakener Philipp Heffler (links, im Duell mit HEV-Spieler Killian Hutt) verletzt sich während des Spiels so schwer, dass er zwischenzeitlich sogar in Lebensgefahr schwebte. Mittlerweile geht es ihm allerdings den Umständen entsprechend gut.                                                        Foto: Lars Sundermann

640 Zuschauer waren zunächst Zeuge einer zähen Begegnung. Der HEV war zwar hoch überlegen und ging auch in der 5. Minute durch Killian Hutt in Führung, versäumte jedoch, im ersten Drittel nachzulegen. Dinslaken hingegen verteidigte kompakt, ließ nur wenig Chancen zu oder durfte sich auf den starken Goalie Lukas Schaffrath verlassen.

Folgenschwerer Zwischenfall im zweiten Drittel

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild kaum. Herford drängte auf den nächsten Treffer, Dinslaken stand jedoch weiterhin gut in der Abwehr. Ein Doppelschlag von Ben Skinner in der 29. Minute sorgte dann für einen komfortablen Vorsprung und die Kobras agierten ab sofort offensiver. Bei einem der Dinslakener Angriffe kam es dann zur folgenschweren Spielszene. Philipp Heffler bekam zunächst den Puck unglücklich an den Helm und fuhr kurz darauf benommen in einen Check mit Fabian Staudt.

Zwar erreichte Heffler anschließend noch die eigene Bank, brach dort dann jedoch zusammen. Offensichtlich hatte sich der Dinslakener Kapitän beim Zusammenprall mit dem eigenen Stockende schwer verletzt und wurde ins Krankenhaus abtransportiert.

Schiedsrichter ist Vater des Verletzten

Wie akut die Verletzung war, zeigte sich im letzten Drittel, als Hauptschiedsrichter Zsolt Heffler – kurioserweise der Vater des Verletzten und in den 90ern Spieler des Herforder EG – kurz nach Beginn des Schlussabschnittes vom Eis gewunken wurde, um ins Herforder Klinikum folgen zu können. Laut Mitteilung der Dinslakener Kobras schwebte Philipp Heffler zu dieser Zeit kurzzeitig in Lebensgefahr. Das Spiel, das von den beiden verbleibenden Schiedsrichtern weitergeleitet wurde, verflachte nun. Andrew Harrison verkürzte in der 44. Minute für die Gäste auf 1:3, Gleb Berezovskij stellte in der 50. Minute den alten Abstand wieder her und Leon Taraschewski sorgte drei Minuten später für den Endstand.

In der Tabelle der Regionalliga West liefert sich der HEV derzeit ein Fernduell mit den Bären aus Neuwied um Platz zwei. Mit dem Sieg gegen Dinslaken ist Herford an den Bären vorbeigezogen, hat jedoch bereits ein Spiel mehr absolviert. Tabellenführer Hamm ist in der Hauptrunde nur noch schwer abzufangen und wird sich wohl die beste Ausgangslage für die Playoffs erarbeiten.

Viel wichtiger ist jedoch die Nachricht, dass es Philipp Heffler inzwischen den Umständen entsprechend gut geht.

Tore: 1:0 Hutt (5.), 2:0 Skinner (29.), 3:0 Skinner (29.), 3:1 Harrison (44.), 4:1 Berezovskij (50.), 4:2 Taraschewski (53.).

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