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Fußball-Westfalenliga: SC Herford schlägt SpVg. Beckum mit 3:1

»Wir befinden uns weiterhin in einem Reifeprozess«

Herford (WB). Es ist noch nicht alles Gold was glänzt. Fußball-Westfalenligist SC Herford gewinnt zwar mit 3:1 (1:1) gegen SpVg. Beckum, wirklich zufrieden ist Trainer Daniel Keller mit der Leistung aber nicht.

Lars Sundermann

Stürmer Marcel Todte (Zweiter von links) eröffnet in dieser Szene den Torreigen für den SC Herford gegen die SpVg. Beckum. Am Ende gewinnt der SCH mit 3:1 und klettert nach drei Spieltagen auf den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Westfalenliga. Fotos: Lars Sundermann

»Wir befinden uns immer noch in einem Reifeprozess und haben noch in allen Bereichen Steigerungsbedarf«, sagte SCH-Trainer Daniel Keller. Sein Matchplan sah wie in der vergangenen Woche in Spexard vor, tief und geordnet zu stehen, den Gegner das Spiel verwalten zu lassen und in den richtigen Momenten zuzustechen.

SCH mit erstem Konter direkt erfolgreich

»Durch die nicht perfekte Aufteilung erreichten wir kein gutes Passspiel«, ergänzte Keller. Und durch die von ihm angesprochenen Fehlpässe lud der SCH die Beckumer in den ersten Minuten förmlich ein. Lediglich die fehlende Durchschlagskraft fehlte auf Seiten der Gäste, sodass der SCH mit seinem ersten Konter direkt erfolgreich war.

Der spielstarke Volkan Ünal setzte sich auf der linken Seite durch, flankte flach in die Mitte und Marcel Todte schob zum 1:0 (15.) ein. Kurz darauf versuchte es Igor Safonov, sein Schuss klatschte jedoch an die Latte. Nach dieser Gelegenheit wurde Beckum stärker, hatte durch Milad Ghafori die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch SCH-Torwart Nino vom Hofe parierte in der 31. Minute glänzend aus kürzester Distanz. Zehn Minuten später fiel der verdiente Ausgleich. SCH-Kapitän Christopher Heermann foulte Ilker Algan im Strafraum und den fälligen Elfmeter verwandelte Buschening.

Gleiche Verhältnisse nach Halbzeitpause

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild nicht, Beckum behauptete den Ball, Herford suchte seine Chancen im schnellen Umschaltspiel. Klare Torchancen wurden dabei allerdings nicht heraus gespielt, sodass sich den 180 Zuschauern kein schönes Westfalenliga-Duell bot.

Hektischer wurde es erst wieder in der Schlussphase. Nach einer Safonov-Flanke stürzten Beckums Torwart Christos Tarambuskas und Ünal Richtung Ball. Tarambuskas war zuerst da, hielt die Kugel in den Armen, doch Ünal fädelte ein, fiel und Schiedsrichter Ali Senol pfiff Strafstoß. Dieses Geschenk nahm Todte an und erzielte das 2:1 in der 76. Minute.

»Das war clever von mir. Ich komme von hinten, berühre ihn und werde gefoult«, gab Ünal zu. Nach diesem Schock rannte Beckum nach vorne, doch zwingende Torchancen wurden nicht erspielt. Die nun großen Räume in der Offensive nutzten die eingewechselten Michael Zech und Dimitrios Nemtsis zum entscheidenden 3:1 in der Nachspielzeit.

Taktik aufgegangen

»Unsere Taktik ist aufgegangen. Wir haben auf Konter gewartet und wussten, dass wir in der Offensive immer Tore erzielen können«, sagte Herfords bester Mann Ünal. Dass diese tiefstehende Spielweise gefährlich sein kann und bei einem besseren Gegner bestraft worden wäre, erkannte Keller, der andeutete: »Die Trainingswoche wird nicht langweilig.« Doch für ihn zähle auch die Momentaufnahme. Und die lässt sich mit sieben Punkten aus drei Spielen sehen.

SC Herford: vom Hofe – Heermann, Wittmann, Matys, Safonov – Glaveski, Ruske, Papaspiros, Ünal (81. Bürmann) – Serrone (68. Nemtsis), Todte (87. Zech).

Spvg. Beckum: Tarambuskas – Höveler, Schmidt (79. Mehovic), Buschening, Brockhinke (55. Kappelhoff), Jaspert, Alphan (46. Kilic), Beumer, Algan, Rieping, Ghafori.

Tore: 1:0 Todte (15.), 1:1 Buschening (41. Strafstoß), 2:1 Todte (76. Strafstoß), 3:1 Nemtsis (90.).

Gelb-Rote Karte: Algan (90.+3, wegen Meckerns)

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