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Oberliga: VfL Mennighüffen siegt zu Hause mit 23:19 (11:8) – Rot für Büschenfeld

Gegen Ferndorf ist Feuer drin

Löhne(WB). Beim 23:19 (11:8) gegen den TuS Ferndorf II fährt Handball-Oberligist VfL Mennighüffen den dritten Sieg in Folge ein. Ganz zufrieden ist Trainer Zygfryd Jedrzej nach dem Heimerfolg aber nicht.

Florian Weyand

Lukas Mailänder (Mitte) und der VfL Mennighüffen setzen sich in eigener Halle mit 23:19 (11:8) gegen den TuS Ferndorf II durch. Foto: Florian Weyand

Die durchwachsene Schlussphase, in der die Mennighüffer zehn Minuten vor dem Ende mit 22:15 führen, ärgert den Coach. »Am Ende haben wir Mist gespielt. Es hat mich gewurmt, dass wir heute nur 23 Tore geworfen haben«, sagt Jedrzej. Ganze zehn Minuten bleiben die Mennighüffer zuvor ohne Tor! Weil Ferndorf aber harmlos und bis auf eine kurze Phase zu Beginn des Spiels kein ebenbürtiger Gegner ist, rächt sich das für den VfL nicht.

Die Gastgeber bestimmen von Beginn an die Partie, liegen nach neun Minuten mit 4:2 vorn. Dann kommt ein Bruch ins VfL-Spiel. Erst verfehlt Marcel Schumann das verwaiste Ferndorf-Tor, dann scheitert Mats Köster von Außen. Als die Gäste auf 4:5 herankommen, ist das Spiel für Marco Büschenfeld gelaufen. Der Routinier unterbindet einen Gegenstoß mit einer Wrestling-Einlage gegen Magnus Neitsch. »Ich habe ihn an der Brust erwischt, erst als er runter ging dann auch am Hals«, sagt Büschenfeld. Die rote Karte ist vertretbar.

Die Mennighüffer brauchen einen Moment, um sich zu fangen, liegen zwischenzeitlich sogar mit 6:8 zurück. Lukas Mailänder (2) und Malte Ames sind aber zur Stelle, drehen die Partie mit drei Treffern in Folge. Anschließend geben die Mennighüffer die Führung nicht mehr ab. Mit 11:8 geht es in die Pause. »Vorn haben wir uns gerade in der ersten Halbzeit etwas schwer getan. Der Grundstein zum Sieg lag in der Deckung«, sagt Lukas Mailänder.

Nach der Pause ist es besonders Till Orgel, der für Musik im VfL-Angriff sorgt. Der Rückraumschütze ist gleich sechsmal erfolgreich, baut die Führung mit seinen Toren fast im Alleingang auf 21:14 (48.) aus. Neben ihm glänzt erneut der junge Marcel Schumann, der den Vorzug vor dem noch angeschlagenen Vize-Weltmeister Tomasz Tłuczyński bekommt. Der Pole erhält in der zweiten Halbzeit aber noch Spielpraxis, verwandelt zuvor auch schon einen Siebenmeter ganz sicher.

Als Ulrich Neumann zehn Minuten vor dem das Tor zum 23:15 für die Gastgeber erzielt, ist die Partie entschieden. Das wissen auch die Ferndorfer. »Wir lassen uns jetzt nicht zerfleischen«, hat TuS-Trainer Michael Feldmann in einer Auszeit Angst, dass seine Mannschaft noch eine richtige Packung kassiert. Das passiert aber nicht. Die Mennighüffer stellen in der Schlussphase zumindest im Angriff das Handballspielen ein – und sorgen damit trotz des Siegs für etwas schlechte Laune bei VfL-Coach »Siggi« Jedrzej.

VfL Mennighüffen: Körtner, Bierbaum - Mailänder (4), Tłuczynski (1/1), Dittrich (2/2), Orgel (6), Neumann (2), M. Schumann (2), M. Köster (2), Ames (2), Halstenberg, Peitzmeier, Büschenfeld, J. Köster

TuS Ferndorf II: Hottgenrotz, Broszinski - Haupt, Siegle, Schneider (1), Dischereit (2), von Mende (1), Neitsch (1), Sorg (4), Klein (4), Ronge (6/4), Michel, Nenne.

Schiedsrichter: Hermann Mehlig jr./ Arne Wohl

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