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Handball: Mennighüffens Lukas Mailänder böse im Gesicht erwischt

Sieg hinterlässt Spuren

Löhne(WB). Immerhin für eine Nacht konnte sich Handball-Oberligist VfL Mennighüffen über die Tabellenführung freuen. Dass Titelfavorit TSG Altenhagen-Heepen am Samstagabend wieder die Spitze übernahm, spielte bei den Mennighüffern keine Rolle. »Wir haben jetzt neun Punkte gegen den Abstieg gesammelt«, sagt VfL-Spieler Marco Büschenfeld.

Florian Weyand

Führungsspieler Marco Büschenfeld hat mit dem VfL Mennighüffen schon viele Höhen und Tiefen erlebt und kann die Situation nach dem Start mit 9:1-Punkten realistisch einschätzen. »Die dicken Brocken kommen erst noch«, sagt er. Foto: Florian Weyand

Klar: Die Startbilanz mit 9:1-Punkten ist beeindruckend. Nach fünf Spielen noch ungeschlagen – nur Altenhagen-Heepen zeigt mit fünf Siegen aus fünf Spielen, dass es noch besser geht. Nach oben möchte man in der Tabelle beim VfL aber gar nicht gucken, wie Führungsspieler Marco Büschenfeld nach dem knappen 25:23-Sieg gegen die HSG Augustdorf/Hövelhof erklärt. »Wir brauchen jetzt noch elf oder zwölf Punkte, um sicher nicht abzusteigen. Wir sind gut gestartet, aber die dicken Brocken kommen erst noch«, verweist der Rückraumschütze auf die schweren Spiele in Soest, gegen Gladbeck und bei LIT Tribe Germania.

Tiefe Spuren hinterließ der Heimsieg bei Lukas Mailänder. Der ehemalige Drittligaspieler Dusan Maric traf den VfL-Youngster im ersten Durchgang böse im Gesicht, tiefe Kratzspuren auf der linken Wange waren die Folge. Das böse Foul des Rechtsaußen blieb ohne Bestrafung.

Auch Rückraumschütze Pascal Schumann, mit zehn Toren bester Mennighüffer, wurde wenig später von Maric mit dem Ellenbogen am Hals erwischt. Erst beim zweiten harten Vergehen bekam der Augustdorfer die fälligen zwei Minuten!

VfL-Trainer Zygfryd Jedrzej ärgerte sich über die teilweise harte Gangart der Gäste und wünschte sich ein konsequenteres Durchgreifen der Schiedsrichter. »Sie hätten diese Härte unterbinden müssen«, sagt der Coach. Auch nicht immer zufrieden war Zygfryd Jedrzej mit der Leistung seiner Mannschaft. Zwar überwog am Ende die Freude über den vierten Erfolg im fünften Spiel, doch die Art und Weise wie der VfL gewann, ließ »Siggi« teilweise lautstark fluchen.

Sein Team lag früh mit 0:4 zurück, holte auf und verspielte in der zweiten Halbzeit eine Führung von sechs Toren. »Wir haben unnötige Fehler gemacht und die Überzahlsituationen nicht ausgespielt«, sagt der Coach, der nach der gelösten Anspannung gegen Spielende natürlich wieder lachen konnte. Noch leichte Schmerzen dürfte dagegen Lukas Mailänder haben. Zwei Tage nach der Partie, als Mailänder als Schiedsrichter das Spiel des HCE Bad Oeynhausen in der Frauen-Landesliga pfiff, waren die Kratzspuren noch zu sehen. Siege können halt manchmal schmerzhaft sein.

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