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Coach ärgert sich über die vielen Fehlwürfe – Handball-Oberligist muss in der Rückrunde auf Halstenberg verzichten

VfL Mennighüffen fehlt derzeit die Durchschlagskraft

Löhne (fw). Nach der Schlusssirene lässt sich Zygfryd Jedrzej sofort die Statistik geben. Der Trainer des VfL Mennighüffen schaut auf die Verteilung der Tore seiner Mannschaft und schüttelt den Kopf. »Ich muss nur auf die Leiste gucken und brauche gar nicht mehr viel erzählen«, sagt der Coach des Handball-Oberligisten nach der 25:28-Niederlage gegen den VfL Gladbeck.

Lukas Mailänder (Mitte) und der VfL Mennighüffen kassieren gegen Gladbeck die zweiten Niederlage in Folge. Fotos: Florian Weyand Foto:

Mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft ist »Siggi« Jedrzej im Spiel gegen Gladbeck noch zufrieden. Der Coach ärgert sich aber über die vielen Fehlwürfe seines Teams. »Die 28 Gegentore sind gar nicht so schlimm. Wir hatten selbst genug Gegenstöße oder freie Würfe, die wir nicht gemacht haben. Wenn wir dieses Spiel hätten gewinnen wollen, hätten wir einhundert Prozent unserer Leistung abrufen müssen und das ist uns nicht gelungen«, sagt der VfL-Trainer nach der Heimpleite gegen Gladbeck.

Zweite Niederlage in Folge

Es ist die zweite Niederlage in Folge. Eine Woche zuvor unterlag Mennighüffen bereits beim Soester TV mit 19:27 – und präsentierte sich auch auswärts im Angriff von seiner schlechten Seite.

Während der VfL-Trainer nach der erneuten Niederlage natürlich enttäuscht ist, war Gladbecks Trainer Sven Deffte nach der Partie natürlich voller Freude. Der Coach weiß, wie hoch ein Sieg in Mennighüffen einzuschätzen ist. »Wir sind die erste Mannschaft, die in Mennighüffen in dieser Saison etwas geholt hat«, sagt der Gästetrainer. Die Erleichterung bei Deffte ist nach dem Stotterstart seiner Mannschaft sehr groß. Durch den Sieg klettert Gladbeck mit nun 7:7-Punkten auf den siebten Platz. »Jetzt haben wir den Anschluss nach oben wieder geschafft und können mit einem freien Kopf in die kommenden Wochen gehen«, sagt Deffte.

Beim VfL Mennighüffen wird man nach der zweiten Niederlage in Folge nicht in Panik verfallen. Das Team ist trotz des kleinen Tiefs glänzend in die Saison gestartet , liegt mit 9:5-Punkten auf dem vierten Platz – und damit vor den zuvor hoch eingeschätzten Teams wie Spenge oder Loxten.

Drei Wochen Herbstpause für die Spieler

Die Mennighüffer gehen jetzt erst einmal in die dreiwöchige Herbstpause, sind erst am 10. November im Auswärtsspiel bei LIT Tribe Germania gefordert. Gespielt wird bereits am Freitagabend. Beim Derby gegen die TSG Altenhagen-Heepen, wo es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen VfL-Torjäger Arne Kröger gibt, hat Mennighüffen schon Nägel mit Köpfen gemacht. Die Partie findet am 21. Januar 2018 nicht in der Sporthalle an der Gesamtschule, sondern in der größeren Sportstätte am Löhner Gymnasium statt.

Dann allerdings ohne Arne Halstenberg: Der Handballer, der in Hannover Sport, Englisch und Geschichte studiert, absolviert in den Vereinigten Staaten von Amerika ein viermonatiges Praktikum.

Anfang Januar geht es für Halstenberg über den großen Teich. Bis Mai wird der angehende Lehrer in St. Louis (Bundesstaat Mississippi) Deutsch- und Sportunterricht geben. Fehlen wird er erstmals Anfang Januar im Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Loxten.

Tipps kann sich Halstenberg übrigens von seinem Teamkamerad Pascal Schumann holen. Der Rückraumschütze weilte im Sommer aus Studiengründen ebenfalls in den USA.

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