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SV Rödinghausen im DFB-Pokal: Stadionfrage noch ungeklärt – »Gute Erfahrungen mit Lotte« – mit Video

Alle wollen die Bayern sehen

Rödinghausen (WB). Das E-Mail-Postfach von Alexander Müller quillt über. »Weit mehr als 100 Kartenanfragen« hat der Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten SV Rödinghausen alleine am Sonntagabend gezählt. Der FC Bayern München ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals Gegner der Rödinghauser. Und jeder will hin. Dabei steht noch nicht einmal fest, wo gespielt wird.

Sebastian Picht

Gina Lückenkemper hat der SVR das Traumlos zu verdanken. Nach der Auslosung in Dortmund ließen sich Teammanager René Wederz (links) und Geschäftsführer Alexander Müller mit der Leichtathletin fotografieren. Nun wollen sie die Losfee zum Spiel einladen.

In welchem Stadion?

»Die Stadionfrage ist die erste, die in den nächsten Tagen geklärt wird«, sagt Alexander Müller. »Wir suchen nach einer strukturell und finanziell vernünftigen Lösung.« Das Erstrundenspiel gegen Dynamo Dresden trug Rödinghausen in Lotte aus. »Fakt ist, dass wir sehr gute Erfahrungen in Lotte gemacht haben«, unterstreicht Müller. Einziger Knackpunkt: In der Frimo-Arena gibt es nur 2370 Sitz- und 7689 Stehlätze. Rödinghausen könnte gegen Bayern München ein größeres Stadion füllen. Einmal zog der Club im Westfalenpokal gegen Arminia Bielefeld in die Schüco-Arena um, die 26.500 Fans fasst. Problem: Arminia hat in der zweiten Runde gegen den MSV Duisburg ebenfalls Heimrecht. Ob zwei Spiele an zwei Tagen möglich wären? »Uns liegt keine Anfrage vor. Und solange beschäftigen wir uns damit nicht«, sagt Arminia-Sprecher Tim Placke am Montag auf Anfrage.

SC Paderborn bietet Stadion an

Direkt nach der Auslosung meldete sich ein Vertreter des SC Paderborn bei Müller. »Sie haben uns ihr Stadion angeboten«, sagt Müller. »Wir werden auf jeden Fall noch ein Gespräch mit Paderborn führen.« Ob es zur Einigung kommt? Eher nicht. Paderborn, das Bayern in der Vorsaison im Pokal empfing, ist 84 Kilometer von Rödinghausen entfernt und das Stadion kaum größer als das in Lotte. Da könnte schon eher das nur 40 Kilometer entfernte Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück eine Alternative sein. Dort passen 16.600 Fans rein und selbst die Sportfreunde Lotte spielten im Vorjahr dort ihr DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund. Große Arenen wie die in Hannover oder Gelsenkirchen könnten wiederum eine Nummer zu groß sein. Der SVR wird eine Antwort finden. »Bei aller Euphorie der Fans: Es sind noch neun Wochen bis zum Spiel. Und niemand kann erwarten, dass wir sofort eine Lösung haben. Wir wuppen das jetzt Schritt für Schritt«, sagt Müller. »Das ist ein besonderes Los und für viele Spieler wird es das Spiel ihres Lebens werden. Aber bei aller Euphorie: In der Liga stehen in dieser Woche zwei Spiele an.«

Ab wann gibt es Tickets?

Sobald die Stadionfrage geklärt ist, wird der SVR die Modalitäten für den Vorverkauf bekannt geben. Klar ist: Es wird ein Vorverkaufsrecht für Dauerkarteninhaber, Vereinsmitglieder und Sponsoren geben. Müller: »Die Leute, die uns sonst auch unterstützen, sollen auf jeden Fall dabei sein können.« Sicher ist auch, dass das Ticketing so abläuft wie gegen Dresden. »Das hat sich bewährt«, kündigt Müller Bestellformulare an. Der Verein bittet von allen anderen Anfragen abzusehen. »Auf einmal kennen einen wieder alle. Das ist ja auch schön und jeder soll seine Chance bekommen, eine Karte zu erhalten. Anfragen werden wir aber gar nicht erst beantworten«, sagt Müller.

Wann wird gespielt?

Dienstag oder Mittwoch? An einem der beiden Tage wird die Partie ausgetragen. »Beim letzten Mal haben wir eine E-Mail vom DFB bekommen, in der uns 15.30 Uhr als Anstoßzeit mitgeteilt wurde«, sagt Müller, der nun mit einem späten Spiel rechnet. »Die Bayern werden sicher zur besten Sendezeit spielen.« Übrigens: In Paderborn darf maximal bis 22 Uhr gespielt werden.

Was erwartet den SVR?

In den Sozialen Netzwerken ist beim SV Rödinghausen viel los, Medienanfragen häufen sich – und das ist vermutlich erst der Anfang. Kommt auf den SV Rödinghausen nun ein größerer logistischer Aufwand als vor dem Spiel gegen Dresden zu? »Nein«, sagt Alexander Müller. »Fakt ist, dass wir das arbeitsreichste Spiel hinter uns haben. Gegen Dresden war besonders die Sicherheit ein großer Faktor. Die Abläufe insgesamt dürften nun erprobt sein.«

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