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Fußball-Regionalliga: Rödinghausen fährt zum Schlusslicht Rhynern

»Gegner sollen sich fürchten«

Rödinghausen (WB). Zuhause hui, auswärts pfui. Der SV Rödinghausen zeigt bislang in der Fußball-Regionalliga zwei verschiedene Gesichter. Deshalb fordert Trainer Alfred Nijhuis für das Gastspiel beim Schlusslicht Westfalia Rhynern eine andere Einstellung seiner Elf.

Klaus Münstermann

Daniel Flottmann und der SV Rödinghausen treten am Samstag beim Schlusslicht der Fußball-Regionalliga Westfalia Rhynern an. Trainer Alfred Nijhuis fordert von seinem Kapitän und seinen Mitspielern auswärts eine bessere Einstellung als zuletzt. Foto: Andre Vogt

»Wir müssen dahinkommen, dass sich die Gegner vor uns fürchten. Und nicht, dass sie denken, da kommen die Verwöhnten aus Rödinghausen«, sagt Nijhuis. Auswärts reichte es in sieben Versuchen erst zu zwei Siegen – 3:0 in Erndtebrück und 4:0 in Wuppertal. In Uerdingen, Dortmund, Aachen und zuletzt Wegberg-Beeck gab es nix zu holen. Wenngleich man die Heimspieltabelle nach fünf Siegen und einem Remis im Wiehenstadion anführt, bedeuten die vier Niederlagen und ein Unentschieden auf fremdem Geläuf nur Rang 13 in der Auswärtstabelle.

»Wir haben auswärts ein Problem mit unserer Einstellung. Und ich bin froh, dass die Mannschaft das Thema in dieser Trainingswoche von sich aus angesprochen hat«, erklärt Nijhuis. Eine Kämpfermentalität wie sie Daniel Latkowski beim jüngsten 2:0-Heimsieg gegen Wattenscheid gezeigt hätte, sei wichtig. »Damit entscheidet sich bereits wie ich den Gegner anlaufe«, so Nijhuis. Und das war beim 1:3 in Wegberg halbherzig. »Selbst meinem Bruder ist aufgefallen, dass wir zwar hingehen, aber nicht richtig. Und das ist dann in der Folge schwierig zu verteidigen«, betont Nijhuis.

Rhynern ist seit Mittwoch Tabellenletzter. Denn hätte es noch eines Beweises für die Ausgeglichenheit der Liga bedurft, so hat ihn das vormalige Schlusslicht 1. FC Köln II geliefert. Mit dem Tennissatz-Ergebnis von 6:3 fegten die Rheinländer den Wuppertaler SV vom Platz. Der steht nun punkgleich mit dem SVR hinter ihm auf dem vierten Rang.

»Rhynern versucht trotz des tiefen Ackers, den sie haben, Fußball zu spielen. Es wird viel über den Kampf gehen. Da gilt es die Kräfte einzuteilen«, sagt Nijhuis. Er und sein Co-Trainer Andy Steinmann haben den jüngsten 1:1-Heimauftritt der Westfalia gegen Mönchengladbach II analysiert. »Sie sind früh vorne drauf gegangen und haben durch Mittelfeldpressing immer wieder Bälle im Zentrum erobert. Das müssen wir verhindern«, sagt Steinmann.

Deshalb wolle man nicht abwartend agieren, sondern Spiel und Gegner mit allen Mitteln so weit weg wie möglich vom eigenen Gehäuse fernhalten. »Mit Schönspielerei werden wir nichts erreichen. Gegen Rhynern müssen wir über den Kampf kommen«, sagt Nijhuis, der seine Startformation nach der Verletzung von Allan Firmino Dantas auf mindestens einer Position ändern wird. Nico Knystock und Koray Kacinoglu sind für den Part in der Viererkette die ersten Kandidaten. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Fabian Kunze neben seinem Bruder Lukas zum Einsatz kommt. Dafür müsste Ihsan Kalkan weichen.

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