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Nach dem Sensationssieg gegen Dresden will der SVR auch im Westfalenpokal siegen

Mit breiter Brust gegen Lotte

Rödinghausen (WB). Den überraschenden Erfolg im DFB-Pokal hat die Mannschaft des SV Rödinghausen verarbeitet. Mittwoch kann es die nächste Sensation geben – zumindest eine kleine. Im Fußball-Westfalenpokal trifft die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen um 18.30 Uhr im Wiehenstadion auf den Drittligisten Sportfreunde Lotte.

Lukas Brekenkamp

Gegen Dresden hat es für Fabian Kunze (Mitte) und den SVR geklappt – gegen Lotte soll ein weiterer Sieg in einem Pokalspiel her. Foto: Oliver Schwabe

Enrico Maaßen ist sich sicher: Einfach wird das nicht. »Die Ausgangssituation ist wie im Pokalspiel gegen Dresden: Lotte ist der Favorit«, sagt Maaßen: »Es ist schon ein großer Sprung von der Regionalliga in die 3. Liga – Lotte ist uns schon überlegen.« Er sagt aber auch: »Im Kopf fällt ein Spiel gegen einen Drittligisten leichter, als zum Beispiel gegen einen Oberligisten.«

Breite Brust gerechtfertigt

Zwei Mal haben die Sportfreunde den SVR bereits aus dem Westfalenpokal gekegelt. Das soll dieses mal anders werden: »Die Jungs können mit einer breiten Brust in das Spiel gehen«, sagt Maaßen. Immerhin schaffte seine Truppe im DFB-Pokalspiel gegen Dresden die Überraschung: In der Nachspielzeit der Verlängerung traf Maximilian Hippe ins Glück und sicherte den 3:2-Sieg. Vorteil für den SVR: »Solche Highlights wie gegen Dresden schweißen extrem zusammen.«

Und noch mehr: Plötzlich blickt Fußball-Deutschland auf die Gemeinde. »Max musste nach seinem Tor einige Interviews geben. Und Franz Pfanne war als Ex-Dresdener beim WDR zu Gast. Das haben sich die Jungs erarbeitet und verdient. Das freut mich natürlich für die Spieler, aber wir müssen fokussiert bleiben«, mahnt Maaßen.

Dass der Pokal-Fight kräftezehrend war, weiß der Coach ganz genau – immerhin haben einige Spieler über die vollen 120 Minuten gespielt. Nicht nur deshalb gab der Trainer zur Belohnung zwei Tage frei. Voraussetzung: »Die Spieler haben natürlich eine kleine Hausaufgabe mitbekommen: Regenerationsläufe oder Fahrradfahren. Damit sie passend zum Spiel auf dem Stand sind«, sagt Maaßen.

Er verrät mit Blick auf das Spiel gegen Lotte: »Es gibt Überlegungen, auf manchen Positionen Frische reinzubringen.« Eine endgültige Entscheidung über die Startelf will Maaßen recht spontan treffen – auch, weil Dienstagabend das einzige Training vor dem Westfalenpokalspiel gegen Lotte stattfand.

SVR tanzt auf drei Hochzeiten

»Wir müssen vernünftig haushalten«, weiß Maaßen. Denn nach der Pokalwoche folgt direkt die Englische Woche in der Liga – los geht’s am Samstag mit dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach II, gefolgt von Spielen gegen SC Straelen und Alemannia Aachen. Auf drei Hochzeiten tanzen? »Das ist mit einem kleinen Kader nicht so einfach«, sagt Maaßen. Trotzdem ist er zuversichtlich: »Wir werden sowohl gegen Lotte, als auch gegen Gladbach eine Elf auf dem Platz haben, die unbedingt gewinnen will.«

Dass die ersten Spieltage der Drittligasaison für Lotte nicht besonders erfolgreich verliefen, ist Maaßen bewusst. Immerhin sprang bisher nur ein Punkt aus vier Spielen für die Sportfreunde heraus. »Lotte steckt in einer schwierigen Lage. Einige Spiele sind unglücklich verlaufen«, sagt Maaßen.

Den Westfalenpokal selbst geht Maaßen ehrgeizig an: »Natürlich ist das ein Wettbewerb, bei dem man so weit kommen möchte, wie es geht.« Gewinnt Rödinghausen das Spiel gegen Lotte, geht’s gegen den Sieger aus dem Duell zwischen dem SV Brilon (Landesliga) und Westfalia Rhynern (Oberliga).

Mit einem Pokalsieg würde sich der SVR auch in der kommenden Saison für den DFB-Pokal qualifizieren.

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