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DFB-Pokal: Rödinghauser Mittelfeldspieler besiegte Schalke 2014 mit Dresden 2:1

Pfanne ist der Sensations-Experte

Rödinghausen (WB). Für den SV Rödinghausen ist der Erstrunden-Hit im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden (Samstag, 15.30 Uhr, in Lotte) der Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte. Der Regionalliga-Dritte ist gegen den Zweitligisten klarer Außenseiter – und ausgerechnet Dresden soll dem SVR nun Mut machen.

Sebastian Picht

Franz Pfanne (links) stand beim SV Rödinghausen dreimal in der Startelf – nun will er am Samstag die Pokal-Sensation gegen Dynamo schaffen. Für Pfanne ist es ein besonderes Spiel – er durchlief die Jugendabteilung der Dresdener. Foto: Klaus Münstermann

Mit Pokal-Sensationen kennt sich Franz Pfanne aus. August 2014: Drittligist Dynamo kegelt Schalke 04 in der ersten Runde sensationell mit 2:1 aus dem DFB-Pokal. Pfanne ist im Kader und feiert mit.

»Nichts ist unmöglich«

» Nichts ist unmöglich«, sagt der 23-Jährige vier Jahre später – und grinst. Seit dieser Saison spielt er für den SV Rödinghausen. »Dresden ist der große Favorit. Aber es gibt genug Beispiele für Pokal-Sensationen. Ich habe mit Dresden eine mitgemacht und nun will ich gegen Dresden eine erleben.« Ob sich für ihn nun ein Kreis schließt?

»Erst, wenn wir eine Runde weiterkommen«, sagt Pfanne selbstbewusst. In Rödinghausen stand er in allen drei Spielen in der Startelf. Der bei Dynamo Dresden groß gewordene Spieler war im Sommer von Budissa Bautzen gekommen.

100 Prozent gegen einen »Dorfverein«?

Bei der Pokal-Sensation 2014 kam er nicht zum Einsatz. Genau wie Niklas Kreuzer. »Er ist einer von vier Spielern, die ich noch aus meiner Dresdener Zeit kenne«, freut sich Pfanne auf ein Wiedersehen, auch einige Bekannte und seine Eltern haben sich angekündigt. Wieder gehört Pfanne zum Außenseiter, wieder sind es zwei Ligen Unterschied.

Pfanne weiß, dass Dresden Rödinghausen nicht unterschätzen wird. »Aber ob die Spieler wirklich alle zu 100 Prozent da sind – gegen einen ›Dorfverein‹? Viele werden noch nie etwas von Rödinghausen gehört haben.«

Die Dynamo-Fans freuen sich jedenfalls auf die Fahrt nach Westfalen – und die Rödinghauser freuen sich auf Dresden. »Die Dresdener werden für eine besondere Atmosphäre sorgen. Pokal ist für sie etwas ganz Besonderes«, sagt Pfanne, der ein friedliches Fußballfest erwartet. Genau wie sein Trainer Enrico Maaßen: »Das Klischee von den Dresdener Fans ist Käse. Wir können uns freuen, das sie kommen.«

Zwischen 3-4-3 und 4-3-3

In der Vergangenheit hatten die Dynamo-Anhänger sich bekanntlich nicht immer von ihrer besten Seite gezeigt, was sogar zum Ausschluss des Vereins aus dem DFB-Pokal führte. Der Fokus nun liegt aber auf dem Sportlichen.

Dresden gelang mit einem 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg ein akzeptabler Saisonstart, eine Woche später beim 1:2 bei Arminia Bielefeld war Enrico Maaßen im Stadion. Der SVR-Coach macht bei Dresden eine gewisse Flexibilität aus. Trainer Uwe Neuhaus wechselte bisher zwischen 3-4-3 und 4-3-3.

»Dresden versucht es mit spielerischen Mitteln, setzt aber auch auf lange Bälle. Defensiv sind sie robust und offensiv haben sie viele schnelle Leute. Patrick Ebert als Taktgeber im Mittelfeld ist schwer zu kontrollieren, Philip Heise auf links ist ein Pfeil«, skizziert Maaßen die Stärken des Gegners, für den ein Weiterkommen Pflicht ist.

»Selbstverständlich sind wir Favorit«

»Wir sollten das Spiel einfach wie jedes andere angehen und den Gegner nicht unterschätzen«, sagte Linksverteidiger Heise gestern bei der Pressekonferenz der Sachsen. Für Uwe Neuhaus ist klar: »Selbstverständlich sind wir Favorit. Dieser Rolle wollen wir gerecht werden und eine Runde weiterkommen.«

Über Rödinghausens Stärken weiß Neuhaus bestens Bescheid, beim Spiel gegen Verl waren Dresdener Scouts im Stadion: »Vor allem im Umschaltspiel sind sie richtig gut. Nach dem Ballgewinn und nach dem Ballverlust, das sind ihre absolut stärksten Phasen«, sagte Neuhaus.

Sorgen, dass sein Team den Gegner dennoch unterschätzen könnte, macht sich der Coach nicht, kündigt aber Änderungen der Startelf an: »Da stellen sich so viele Fragen, Recht kann ich es am Ende eh nicht jedem machen. Wichtig ist, mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen, dann werden wir eine Runde weiterkommen.«

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