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3. Handball-Liga: 24:23 gegen Aufstiegsfavorit HSG Krefeld

Spenge siegt sensationell

Spenge (WB). Was für ein Auftakt in die 3. Handball-Liga. Aufsteiger TuS Spenge hat Meisterschaftsfavorit HSG Krefeld mit 24:23 (15:11) bezwungen. Der Heimsieg vor knapp 500 Zuschauern am Samstagabend war absolut verdient. Eine zumindest zweifelhafte Rote Karte gegen Phil Holland nach 40 Minuten warf den TuS dabei nicht aus der Bahn.

Klaus Münstermann

Gordon Gräfe ist die Entschlossenheit anzusehen: Zu Spenges 24:23-Sieg gegen die HSG Krefeld steuert der Kreisläufer vier Treffer bei. Fotos: Jens Göbel

Spenge geht in Führung

Fabian Breuer und Rene Wolff erzielten die ersten beiden Treffer der Partie zur Spenger 2:0-Führung. »Damit hatten wir die Fans von Beginn an auf unserer Seite«, sagte Trainer Heiko Holtmann, der im Innenblock ohne Urlauber Oliver Tesch auskommen musste.

TuS Spenge - HSG Krefeld 24:23 (15:11)

TuS Spenge: Becker (bis 44.), Räber (ab 44.) - Holtmann, Wolff 1, van Zütphen 1, Brezina 1, Aufderheide 1,

Ortjohann 3, Prüßner 6/2, Holland 2/1, Breuer 4, Gräfe 4, Werner 1

HSG Krefeld: Nippes (bis 30.), Jäger (ab 31.) - Janus, Görden 2, Roosna 4, Vonnahme, Gentges 2, Kuhfuss, Hansen 3, Zimmermann 9/4, Ciupinski 2, Brüren 1

Siebenmeter: 5/3 (Holland scheitert an Nippes und Jäger) - 6/4 (Räber hält gegen Zimmermann und

Brüren)

Zeitstrafen: 2 - 1

Rote Karte: Holland (40., Spenge)

Schiedsrichter: Sascha Siebert/Jan Welke

Torfolge: 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4, 6:7, 8:7, 8:8, 9:8, 9:9, 12:9, 11:10, 14:10, 14:11, 15:11 -

15:12, 16:12, 16:13, 17:13, 17:14, 19:14, 19:15, 20:15, 20:17, 21:17, 21:21, 22:21, 22:22, 23:22,

23:23, 24:23

So geht’s weiter: Auswärtsspiel beim Northeimer HC am Sonntag, 2. September um 17 Uhr

Spenge packte in der Deckung dennoch richtig zu. Nach zwei verwandelten Siebenmetern durch Max Zimmermann, gelang Krefeld erst nach zehn Minuten der erste Treffer aus dem Spiel heraus. Die Gastgeber führten nach zwölf Minuten 6:4. Lange und sehenswert durchgespielte Angriffe führten zum Erfolg.

»Wir haben dieses lange Angriffsspiel vor allem in der ersten Halbzeit viel zu oft zugelassen und kamen überhaupt nicht dazu, im Innenblock zu attackieren«, sagte Trainer Ronny Rogawska. »Dabei wollten wir mit einer guten Deckung ins Spiel und zu einfachen Toren kommen.«

Offensivaktionen des TuS schwer ausrechenbar

Die Offensivaktionen des TuS waren schwer ausrechenbar. Mit Ausnahme von Philipp Holtmann und dem starken Torhüterduo Kevin Becker und Bastian Räber erzielten Spenges übrige zehn Feldspieler mindestens einen Treffer.

Mit Hilfe von Beckers Paraden gelang Spenge es, einen 6:7-Rückstand (17.) binnen zehn Minuten in eine 14:10-Führung zu verwandeln. Der Vier-Tore-Vorsprung hatte beim 15:11 zur Pause Bestand, weil Nils van Zütphen und Phil Holland mit ihren ersten Aktionen nach ihren Einwechselungen sofort erfolgreich waren.

Spenge spielte diszipliniert und lag beim 20:16 (40.) weiterhin mit vier Treffern vorne. Dann traf Holland Max Jäger bei einem Siebenmeter an den Kopf. Das Schiriduo war fälschlicherweise der Auffassung, dass Krefelds Keeper während dessen mit beiden Beinen auf dem Boden stand und zeigte Spenges Führungsspieler Rot. Danach gab es einen leichten Bruch im Spenger Spiel, obwohl Leon Prüßner wenig später mit seinem fünften von sechs Treffern in der Begegnung auf 21:17 stellte (42.).

Krefeld glich in der 49. Minute zum ersten Mal seit dem 7:7 in der ersten Halbzeit zum 21:21 aus. Danach verhinderte Bastian Räber im Spenger Gehäuse wiederholt, dass der Meisterschaftsfavorit in Führung ging. Nachdem Räber beim 21:18 (44.) einen Strafwurf von Krefelds Haupttorschützen Max Zimmermann (neun Treffer) pariert hatte, beließ Holtmann ihn im Spenger Kasten »Eine reine Bauchentscheidung«, sagte Holtmann hinterher.

Ab der 52. Minute eingesetzt erzielte Luca Werner mit seinem einzigen Tor das 23:22 für Spenge. Krefeld kam erst durch Simon-Horst Ciupinski zum Ausgleich, weil Räber zuvor einen Strafwurf von Kevin Brüren parierte. Und somit war die Energieleistung von Fabian Breuer spielentscheidend. Im Sitzen – Zeitspiel durch die Schiedsrichter bereits angezeigt – passte er auf Gräfe, der zum 24:23-Endstand traf.

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