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450 Teilnehmer bei erster Kinderolympiade am Godelheimer See

Von Pferden und Robotern

Höxter

Pauline Mann ist hochkonzentriert und löst die Aufgaben auf dem Rücken von Schulpferd Carlos schon fast routiniert. Die Zehnjährige hat sich die Station des Reitervereins für das Corveyer Land zum Auftakt ihres Rundkurses durch die Kinderolympiade am Godelheimer See ausgesucht. Danach geht es weiter zum Kanufahren. Insgesamt waren bei der Premierenveranstaltung am Samstag gut 450 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren an den verschiedenen Stationen im Einsatz.

Von Sylvia Rasche

Beachflag-Rennen der DLRG: Zein Ramadan (links) und Alicia Schwierkot geben alles. Im Hintergrund: Ortsgruppen-Vorsitzender Uwe Schreiner, der den Startschuss gegeben hat.   Foto: Sylvia Rasche

„Das ist überwältigend. Mehr hätten wir auch nicht geschafft“, freut sich Ideengeberin Anna Moritz über die unerwartet große Resonanz. Im Vorfeld hatten sich „nur“ 200 Kinder angemeldet. Die anderen kamen am Samstag spontan mit Eltern und Geschwistern vorbei.

„Wir sind hier im Dauereinsatz“, meint Reitlehrerin Cynthia Klages, die mit ihren Vereinskollegen drei Geschicklichkeits-Reitaufgaben für die Kinder bereit hielt und die beiden Schulpferde Carlos und Shadow eigens mit Voltigiersatteln ausgestattet hatte. „Dann haben die Kinder zwei Griffe, um sich festzuhalten. Viele müssen ja erst mal ein Gefühl für das Pferd entwickeln.“

Großer Andrang herrschte auch beim Wassersportverein, bei dem die Kinder mit Schwimmwesten ausgestattet im Kanu auf den See durften, sowie beim Ruderverein, der Ruderergometer aufgebaut hatte. „Die Rudertechnik ist sehr komplex. Daher haben wir uns für die Ergometer entschieden“, erklärte zweite Vorsitzende Ulla Rössing.

Passend zur Olympiade präsentierte die Leichtathletik-Abteilung des HLC Höxter die „olympischen Kernsportarten Laufen, Springen, Werfen“, wie Abteilungsleiter Rainer Queren es auf den Punkt brachte. Sogar Speerwerfen unter Anleitung von Nadine von Heesen durften die Kinder ausprobieren.

Insgesamt gab es 15 Sportarten zu entdecken. Moderator Markus Finger nahm sich die Zeit, alle 15 im Laufe der siebenstündigen Kinderolympiade, die am Vormittag stilecht mit der Entzündung des „olympischen Feuers“ eröffnet worden war, genau vorzustellen.

Wer mindestens acht Sportarten geschafft hatte, bekam auf der großen Bühne am See feierlich die Goldmedaille überreicht. Viele Kinder hatten so viel Spaß an der Sache, dass sie mehr als die acht geforderten Disziplinen ausprobierten, einige schafften sogar alle 15.

Dass es eine Torwand nicht nur beim Fußball gibt, zeigten die Handballer des HLC Höxter, die Basketballer der Giants verrieten die besten Tricks, um Körbe zu werfen und beim Tischtennis durften die Kinder die Bälle des Roboters zurückspielen. „Es ist erstaunlich, wie viel Ballgefühl einige haben und wie schnell sie lernen“, freut sich Lukas Richling vom TTV Höxter.

Beim Fußball wurde die Schussgeschwindigkeit gemessen. Das begeisterte die Teilnehmer derart, dass an dieser Station schon gegen 15 Uhr 400 Kinder aktiv waren. Phönix-Fußballerin Lisa-Sophie Wünsch (12) donnerte den Ball dabei sogar mit 71 Stundenkilometern in die Maschen.

Gut zu tun hatte auch die DLRG mit ihrem so genannten Beachflag-Rennen. „Das schult Kondition, Konzentration und Schnelligkeit“, erklärte Uwe Schreiner, Vorsitzender der Ortsgruppe Höxter. Vor allem aber machte es den jungen Sportler viel Spaß. Wie alle 15 Stationen der 12 Vereine an diesem ganz besonderen olympischen Tag in Godelheim.

Ein Kommentar von Sylvia Rasche

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