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Tennis-Bundesliga: Team Hämmerling TuS Sennelager startet am 4. Juli als Außenseiter in die neue Saison

„Wir werden viel Spaß haben“

Paderborn

Der TuS Sennelager hat nun doch „Ja“ gesagt und für die am 4. Juli beginnende Saison der 1. Tennis-Bundesliga gemeldet. Seine Heimspiele bestreitet das Team Hämmerling beim Hövelhofer TC Blau-Weiss.

Große Vorfreude auf die anstehende Tennis-Bundesligasaison, von links: Matthias Wittig (Vorsitzender Tennisabteilung TuS Sennelager), Ralf Hämmerling (Hauptsponsor), Michael Berens (Bürgermeister Hövelhof), Daniel Didier (Vorsitzender Hövelhofer TC Blau-Weiss) und Teamchef Marc Renner. Foto: Agentur Klick

Im Jahr 2019 waren die TuS-Heimspiele für Mannschaft, Publikum und Gastgeberverein allesamt gelungene Tennisfeste. Im Schnitt tummelten sich mehr als 1000 Besucher auf der geräumigen Platzanlage des Paderborner TC Blau-Rot. Nach dem aktuellen Stand der Corona-Verordnungen dürfen 300 bis 500 Zuschauer den Begegnungen beiwohnen. Anlaufpunkt wird diesmal die Heimstatt des Hövelhofer TC Blau-Weiss (Von-der-Recke-Straße 30 in Hövelhof) sein.

Ralf Hämmerling, 2. Vorsitzender von Sennelagers Tennisabteilung: „Wir sind in Hövelhof sofort sehr herzlich empfangen worden. Dann ging alles ganz schnell.“ Der Hauptsponsor äußerte Verständnis für Paderborns Großvereine, die vor dem Hintergrund der „auf den letzten Drücker geführten Gespräche“ ihre Anlagen aufgrund bereits geplanter eigener Veranstaltungen nicht hätten zur Verfügung stellen können.

Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens, selbst aktiver Tennisspieler, und HTC-Vorsitzender Daniel Didier zeigten sich „sehr begeistert“ darüber, dass die Tennis-Bundesliga in die Sennegemeinde kommt. „Wir hoffen auf neue Begeisterung für den Tennissport bei uns“, sagten beide unisono.

Die Organisation der Abwicklung der fünf Heimspiele beim HTC ist bis zum ersten Termin am 4. Juli gegen den Kölner HTC Stadion RW kein leichtes Unterfangen, ob Grünschnitt, Umzäunungen oder Catering. Der TuS sucht erneut Kinder im Alter zwischen acht und 15 Jahren, die bei den Matches als Ballkinder fungieren. „Das hat vor zwei Jahren hervorragend geklappt“, findet TuS-Teamchef Marc Renner. „Es wird wieder eine Einweisung der Kinder geben, die netterweise erneut von einem Team des TC Grün-Weiß Paderborn durchgeführt wird.“ Grün-Weiß werde sich auch an den Spieltagen um die Bundesliga-Ballkinder kümmern. Interessierte Kinder mögen sich bei den Vorständen ihrer Vereine bis inklusive kommenden Samstag, 19. Juni, melden.

Dass der TuS an der Bundesliga teilnimmt, stand noch bis Anfang Juni infrage. Entscheidend dafür war, dass vor Zuschauern gespielt werden kann. Zudem hatte der Deutsche Tennisbund im Falle eines Rückzuges Sanktionen angedroht: Zwangsabstieg in Liga vier, eine empfindliche Geldstrafe und ein zweijährigen Aufstiegsverbot. Dazu hätten sich vor dem Hintergrund der notwendigen Etat-Kürzung alle Spieler einverstanden erklärt, auf 20 Prozent ihrer Bezüge zu verzichten. Teamchef Marc Renner: „Mit einem Rückzug hätten wir uns für die nächsten Jahre alles verbaut. Leistungstennis wäre in Paderborn erstmal beendet gewesen.“

Sportlich ist die anstehende Bundesliga-Spielzeit eine noch größere Lotterie als sonst. „Unter normalen Bedingungen wäre mit unserem Kader von Platz vier bis zehn alles möglich“, schätzt Renner, „aber die zusätzlichen Fragezeichen in Corona-Zeiten machen eine halbwegs belastbare Prognose unmöglich.“ Die vorrangigen Turnierteilnahmen der Spieler und mögliche Infektionsfälle ließen in Verbindung mit den sich immer wieder ändernden Einreise- und Quarantäne-Bestimmungen eine Planung der Einsätze an den Spieltagen im Vorfeld so gut wie nicht zu. Die Bundesliga sei kein Event der ATP. Daher sei es unsicher, ob einige Spieler überhaupt mitwirken könnten. „Wir können nur abwarten, wie sich das alles weiterentwickelt“, sagt Marc Renner. Hoffnungsvoll stimmt ihn, dass „unsere Spieler sich immer voll reinhängen, wenn sie bei uns sind, und keiner derzeit im Formtief ist“. Arthur Rinderknech aus Frankreich etwa, aktuelle Nummer 119 der ATP-Weltrangliste, hat beim ATP-Rasenturnier in Halle über die Qualifikation das Hauptfeld erreicht und spielt dort heute in Runde zwei gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili (ATP-30).

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