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31.000 Blitzeinschläge in NRW gezählt: Mehr als im Vorjahr

Düsseldorf (dpa/lnw)

In Nordrhein-Westfalen hat es im vergangenen Jahr deutlich häufiger geblitzt als zuvor. Das geht aus Messungen des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hervor. Pro Quadratkilometer kam es in dem Bundesland im Schnitt zu rund 0,9 Blitzeinschlägen und damit zu wesentlich mehr als im Jahr 2020, als der Wert noch bei 0,6 lag.

Von dpa

Auf der gesamten Fläche von NRW kam es zu rund 31.000 Blitzeinschlägen, 2020 waren es nur knapp 20.000 gewesen. Der bundesweite Quadratkilometer-Schnitt lag im vergangenen Jahr noch höher als in NRW und zwar bei 1,4. Auch dies war ein steiler Anstieg.

«2021 war gegenüber den Vorjahren wieder deutlich niederschlagsreicher bei dennoch hohen Temperaturen vor allem im Juni», sagte der Siemens-Experte Stephan Thern mit Blick auf ganz Deutschland. «Damit waren die Grundvoraussetzungen für Gewitter - Feuchtigkeit und heiße Temperaturen - vorhanden, um ein doch deutlich blitzintensiveres Jahr zu registrieren.»

Am häufigsten blitzte es in NRW im vergangenen Jahr im Rhein-Kreis Neuss, wo im Schnitt 2,11 Blitze pro Quadratkilometer registriert wurden. Deutschlandweit am seltensten blitzte es in Solingen, wo der Wert nur bei 0,18 lag.

Die Blitze werden mithilfe von rund 160 miteinander verbundenen Messstationen in Europa gemessen. Obwohl zwischen den Sensoren bis zu 350 Kilometer liegen, können die Blitzeinschläge damit auf bis zu 50 Meter genau ermittelt werden.

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