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Maskenpflicht im Unterricht - geschlossene Diskotheken - weniger Zuschauer im Stadion: Arminia stoppt Vorverkauf

NRW kündigt weitere Einschränkungen an

Düsseldorf

Die Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht gilt ab dem 2. Dezember wieder an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen. Das Land hat sich außerdem für die Schließung von Clubs und Diskotheken sowie die Begrenzung der Zuschauerkapazitäten in Fußballstadien auf ein Drittel ausgesprochen. Beschlossen ist noch nichts,  Hendrik Wüst will erst die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag abwarten.  

Von dpa

Ab Donnerstag ist das Tragen einer Corona-Schutzmaske am Sitzplatz für die Schülerinnen und Schüler in NRW wieder Pflicht. Foto: Matthias Balk/dpa

Einen Monat nach Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht kehrt Nordrhein-Westfalen wieder um: Schüler müssen bereits ab diesem Donnerstag wieder eine Corona-Schutzmaske an ihrem Sitzplatz tragen.

Das beschloss die Landesregierung am Mittwoch. Lediglich auf dem Außengelände der Schulen gelte wie bisher grundsätzlich keine Maskenpflicht, heißt es in einer Mitteilung.

Die Maske am Sitzplatz gelte auch wieder für Ganztags- und Betreuungsangebote und für alle sonstigen Zusammenkünfte im Schulbetrieb wie Konferenzen und Gremiensitzungen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden könne.

«In der gegenwärtigen Situation, in der wir uns auch mit einer neuen Virusvariante auseinandersetzen müssen, haben wir aus Gründen der Vorsicht entschieden, die Maskenpflicht im Unterricht am Sitzplatz wieder einzuführen», erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Damit solle der Präsenzunterricht gesichert werden.

Quarantäne nur für Infizierte

Zudem würden mit der Maskenpflicht die behördlichen Anordnungen von Quarantänemaßnahmen auf ein unbedingt erforderliches Maß beschränkt. Sofern nicht außergewöhnliche Umstände wie Ausbrüche oder Auftreten von neuen Virus-Varianten vorlägen, werde sich die Anordnung von Quarantänen wieder nur auf die infizierte Person beziehen.

Nach mehr als einem Jahr Maskenpflicht war diese auf den Sitzplätzen im Klassenraum erst zum 2. November in NRW  abgeschafft worden

Außerdem kündigte  Hendrik Wüst in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags an, dass  Nordrhein-Westfalen Clubs und Diskotheken schließen wolle. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat im Gespräch mit RTL/ntwv Pläne einer Auslastungs-Obergrenze von einem Drittel in Fußballstadien in NRW bestätigt. «Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt, dass wir jetzt erst einmal die Kapazität der Stadien auf ein Drittel beschränken werden. Keine Stehplätze mehr, alles auf Sitzplätze, und dann halten wir das für vertretbar», sagte der Minister am Mittwoch. Angesichts zu erwartender neuer Kapazitätsbegrenzungen in den Stadien der Fußball-Bundesligisten am Wochenende treffen mehrere Clubs erste Vorkehrungen.

Erste Fußballvereine stornieren Tickets

Borussia Dortmund hat vor seinem Topspiel gegen den FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr) alle bereits verkauften Tickets storniert. Der BVB teilte am Mittwoch zur Begründung mit, man rechne mit einer «pandemiebedingten Reduzierung der Kapazitäten» durch die nordrhein-westfälische Landesregierung.

Arminia Bielefeld kündigte zumindest an, erstmal keine Eintrittstickets für das Spiel gegen den 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) mehr verkaufen zu wollen. Das teilte der Fußball-Bundesligist drei Tage vor der Partie mit. Der Klub will die politischen Entscheidungen zur Zuschauer-Zulassung abwarten und dann über das weitere Vorgehen informieren.
Auch Borussia Mönchengladbach annullierte vor seinem Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr) sämtliche schon erworbenen Karten

Die Beschränkungen für Großveranstaltungen sollen offenbar schon ab Samstag gelten.

3G-Kontrollen am Arbeitsplatz

Darüber hinayus wollen die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden ab sofort die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz kontrollieren. Auch die Umsetzung der Hygieneschutzkonzepte und der Homeoffice-Pflicht werde ab sofort mit Schwerpunktkontrollen überprüft, teilte das NRW-Arbeitsministerium am Mittwoch mit. Werden die 3G-Kontrollen durch die Arbeitgeber nicht umgesetzt, droht ein Bußgeld von mindestens 1000 Euro. Sofern Beschäftigte sich ohne die ausreichenden Nachweise in den Arbeitsstätten aufhalten, drohen ihnen Bußgelder in Höhe von 250 Euro.

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