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Abgeordneter Krischer sieht Sondierungen mit Union skeptisch

Düsseldorf (dpa)

Der Grünen-Energieexperte und Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer hat sich skeptisch zu möglichen Gesprächen über eine Jamaika-Koalition mit Union und FDP geäußert. «Ich habe mit der Union gewisse Schwierigkeiten, mir das vorzustellen, wie die das hinkriegen», sagte Krischer am Mittwoch im Radiosender WDR 5. «Aber wenn es tatsächlich mal ernsthafte Gespräche geben sollte, dann kommt es auf die Sache an und nicht auf die Sym- oder Antipathie zu bestimmten Personen.» Im Moment sehe es aber so aus, «als ob die Union mit sich selber beschäftigt ist und das für längere Zeit», sagte Krischer.

Von dpa

Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Mit SPD und FDP sieht Krischer dagegen Anknüpfungspunkte für eine Ampel-Koalition. Auch SPD und Liberale wollten keine Welt ohne Regeln. Wenn alle ihr Wahlversprechen, die Klimaschutzziele zu erreichen, ernst meinten, «dann kann man das nicht nur mit einem Instrument machen oder mit gar keinem, sondern da wird man über einen Mix von Instrumenten reden müssen», sagte Krischer. «Ich glaube, das wird dann auch konstruktiv und produktiv nach vorne gehen können.»

Die Spitzen von Grünen und FDP hatten am Dienstagabend erste Vorgespräche über eine gemeinsame Regierungsbeteiligung geführt. Grüne und Liberale könnten nach der Bundestagswahl sowohl eine Ampelkoalition mit der SPD als auch ein Bündnis mit der Union eingehen. Allerdings hat die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz die Wahl am Sonntag gewonnen.

Der langjährige Bundestagsabgeordnete Krischer hatte in Aachen, der Heimatstadt von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet, bei der Bundestagswahl ein Direktmandat gewonnen. Laschet selbst war nicht für ein Direktmandat angetreten.

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