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Abgestürzt: Gericht verhandelt Streit um Rettungskosten

Minden (dpa/lnw)

Kurz nach dem Absprung von einer Schanze für Drachenflieger landete der Pilot in der Baumkrone. Der damals 44-Jährige war im August 2016 direkt nach dem Start an der Wittekindsburg bei Porta Westfalica in Ostwestfalen abgesackt. Die Feuerwehr rückte mit zahlreichem Personal und Fahrzeugen an. Jetzt gibt es Streit um die Kosten. Am Ende holten ihn die Höhenretter vom Baum - mit leichten Blessuren und einem Schrecken in den Knochen.

Von dpa

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Der Drachenflieger will generell für den Feuerwehreinsatz im Wiehengebirge aufkommen. Aber nur für einen Teil, den die Stadt Porta Westfalica in Rechnung gestellt hat. Das Verwaltungsgericht Minden verhandelt am 13. Oktober über den Streit. Der Kläger will die Höhenretter bezahlen, aber nicht für Fahrzeuge, die nach seiner Meinung völlig unnötig ausgerückt seien, wie eine Gerichtssprecherin im Vorfeld erklärte. Die Feuerwehr hätte beim Start des Einsatzes ahnen können, dass die schweren Fahrzeuge in dem unwegsamen Gelände nichts ausrichten können.

Wer für den Einsatz der Feuerwehr bezahlen muss, ist im Landesfeuergesetz geregelt. Wenn es im Haushalt brennt oder Menschen im Straßenverkehr gerettet werden müssen, entstehen für die Opfer in der Regel keine Kosten. Ausgenommen sind allerdings Halter unter anderen von Flugfahrzeugen, wenn bei dessen Betrieb eine Gefahr oder ein Schaden entstanden ist.

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