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Angeklagter schweigt im Mordprozess um Toten aus Hochhaus

Mönchengladbach (dpa/lnw)

Sieben Monate nach der Entdeckung eines getöteten Mannes in einem Hochhaus in Mönchengladbach hat vor dem Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Der 28-jährige Angeklagte machte bei der Eröffnung keine Angaben; er bestätigte nur seinen Namen und sein Geburtsdatum. Dem wohnsitzlosen Mann wirft die Staatsanwaltschaft Mord vor. Sie ist überzeugt, dass der Syrer nach gemeinsamem Drogenkonsum aus Habgier mit einem Stuhl und einer Flasche auf seinen 40 Jahre alten Landsmann eingeschlagen und 16 Mal mit einer Schere zugestochen hatte.

Von dpa

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Zum Auftakt erklärte das Gericht, dass die Strafkammer eher von Totschlag ausgehe. Es gebe kaum Hinweise darauf, dass die Tat aus Habgier geplant war, um das Opfer auszurauben.

Den Ermittlungen nach hatte der Täter den Toten mit mehreren Decken zugedeckt und dessen Mobiltelefon mitgenommen. Die stark verweste Leiche war entdeckt worden, nachdem Nachbarn sich über den Geruch im Flur beschwert hatten. Die Polizei hatte die Wohnungstür in dem 90-Parteien-Wohnblock aufgebrochen und den toten Mieter entdeckt.

In der Wohnung wurden zahlreiche Spuren gesichert, darunter auch Fingerabdrücke des Angeklagten. Er war gut ein Jahr vor der Tat im Zusammenhang mit Drogendelikten erkennungsdienstlich behandelt worden. Das Tatmotiv ist unklar. Fest steht nur, dass Opfer und Angeklagter dem Drogenmilieu zugerechnet werden. Bis zum 24. November sind vier weitere Verhandlungstage angesetzt.

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