1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. NRW
  4. >
  5. Arabi: «In dieser Liga eigentlich nichts zu suchen»

  6. >

Arabi: «In dieser Liga eigentlich nichts zu suchen»

Bielefeld (dpa)

Sportchef Samir Arabi sieht trotz des schwachen Saisonstarts von Arminia Bielefeld in die Fußball-Bundesliga keinen Grund zur Unruhe. «Jedes Jahr Bundesliga-Fußball ist ein großes Geschenk. Es geht für uns in der Bundesliga immer ums nackte Überleben. Es ist ein purer Kampf, und wir sollten in unserer Situation der Liga gegenüber demütig sein», sagte er in einem Interview der Zeitung «Die Glocke» (Mittwoch). Mit nur vier Punkten aus den bisherigen sieben Spielen rangieren die Ostwestfalen derzeit auf dem drittletzten Tabellenplatz.

Von dpa

Samir Arabi, Sportchef von Arminia Bielefeld, spricht während eines Interviews. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Arabi hält wenig von der wachsenden Erwartungshaltung im Umfeld des Clubs und verwies auf die in dieser Saison stark besetzte 2. Liga: «Die drei, die jetzt da unten stehen, also Fürth, Bochum und wir, haben in dieser Liga eigentlich nichts zu suchen. Von der Wirtschaftskraft nicht, von der Größe der Stadt nicht, von der Infrastruktur nicht. Stattdessen gehören Vereine wie der HSV, Bremen, Schalke, Nürnberg, Düsseldorf oder Hannover in die Bundesliga. Sie würden alle gerne mit uns tauschen.»

Seine Zukunft bei der Arminia über diese Saison hinaus ließ Arabi offen, schloss aber einen Abschied bereits im Winter so gut wie aus. «Das kann ich mir nicht vorstellen», kommentierte der 42-Jährige die jüngsten Spekulationen über einen bevorstehenden Wechsel zum Bundesliga-Konkurrenten 1. FC Köln für eine festgeschriebene Ablösesumme von 500 000 Euro.

Weniger deutlich äußerte er sich jedoch zu seinen weiteren Plänen: «Ich weiß nicht, was im Sommer ist, das weiß man nie im Fußball. Wie jeder Spieler, so will auch ich am liebsten in der Bundesliga arbeiten, kann aber einschätzen, dass es schwierig ist, das dauerhaft mit Arminia Bielefeld zu schaffen.»

Startseite