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Auf dem Hausboot der Kelly Family galt: Ladies first

Köln (dpa)

Bei der Zimmeraufteilung auf dem legendären Hausboot der Kelly Family hat es Patricia Kelly (52) zufolge einst leichte Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Familienmitgliedern gegeben. «Papa hat es mit den Mädels gut gemeint, das muss man sagen. Da war er ganz klassisch», berichtete die Musikerin der Deutschen Presse-Agentur aus ihrer Erinnerung. Die Mädchen hätten damals die besten Kajüten auf dem Schiff bekommen. «Die Jungs mussten schauen, wie sie zurechtkamen», sagte sie.

Von dpa

Die Kelly Family auf der Bühne. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Das Hausboot «Sean o'Kelley» war der Mittelpunkt des Kelly-Family-Universums in den Neunzigern, in denen der Band im deutschsprachigen Raum der ganz große Durchbruch gelang. Es ankerte damals in Köln. 2004 wurde es ins Technik Museum Speyer gebracht. Für neue Projekte - ein Album, eine Tour, ein TV-Format - haben es die Kellys zuletzt zeitweise noch mal zu Wasser gelassen.

«Das Zusammenleben auf dem Schiff hat funktioniert. Man musste sich aber arrangieren, weil der Platz dann doch irgendwann nicht mehr so da war», sagte Joey Kelly (49). Er persönlich habe zum Beispiel «eher an Land gelebt», zum Beispiel in Wohnwagen. «Alles Entscheidende spielte sich aber auf dem Boot ab. Hier waren die Meetings.» Auch manch hochrangiger Besuch sei gekommen. «Wenn man Geschäfte mit den Kellys machen wollte, musste man hierhin», sagte er.

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