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Ausstellung über Klassiker «Das andere Geschlecht»

Bonn (dpa)

Simone de Beauvoir war die Gefährtin von Jean-Paul Sartre. Die schöne Frau mit der strengen Frisur hat in den Nachkriegsjahren in Paris ein grundlegendes Buch geschrieben. Es löste eine Welle der Kritik aus, heute ist es ein feministisches Standardwerk.

Von dpa

Die Bundeskunsthalle in Bonn stellt den feministischen Klassiker «Das andere Geschlecht» von Simone de Beauvoir aus dem Jahr 1949 in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Der Band ist ein Plädoyer für Gleichberechtigung und Gegenentwurf zu dem damals vorherrschenden Frauen- und Mutterbild. Die Analyse tabuisierter Themen wie Sexualität, lesbische Liebe oder Abtreibung löste eine Welle der Kritik aus. Später wurde die Studie als Grundlage der Frauen- und Geschlechterforschung und als feministisches Standardwerk anerkannt. Das berühmteste Buch der französischen Intellektuellen de Beauvoir (1908-1986) wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

Die Ausstellung «Simone de Beauvoir und "Das andere Geschlecht"» (4. März - 16. Oktober 2022) beschreibt die Entstehungsgeschichte des Werks im Paris der Nachkriegszeit. Präsentiert werden Briefe, Originaltöne, Filme, Interviews und Fotografien. Beleuchtet wird das Umfeld mit dem lebenslangen Gefährten, dem Philosophen Jean-Paul Sartre. Die Feministin Alice Schwarzer kommt zu Wort, sie hat de Beauvoir seit 1972 regelmäßig interviewt. Mit der Ausstellung setzt die Bundeskunsthalle eine Reihe fort über Frauen, die wichtige Akzente für die Emanzipation gesetzt haben.

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