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Polizei

Autokorsos bleiben Hauptgrund für Einsätze bei Hochzeiten

Düsseldorf (dpa/lnw)

Hochzeiten können nicht nur große Gefühle auslösen - sondern auch den Besuch der Polizei. Vor allem lange Autokorsos müssen immer wieder gestoppt werden. Eine Stadt fällt besonders häufig auf.

Von dpa

Eine Polizistin der Polizei NRW steht vor den Fahrzeugen eines angehaltenen türkischen Hochzeutskorsos in 2019. Foto: Thomas Kraus/dpa/Archivbild

Bei Einsätzen wegen eskalierender Hochzeiten in Nordrhein-Westfalen stellen Autokorsos für die Polizei weiterhin das Hauptproblem dar. In diesem Jahr habe es zwischen Januar und Juni bereits 37 Einsätze gegeben, bei denen Hochzeiten außer Kontrolle geraten waren, teilte das NRW-Innenministerium auf dpa-Anfrage mit. In 14 Fällen seien Autokolonnen das Problem gewesen.

Am 1. April 2019 war mit der Zählung und statistischen Erfassung von Hochzeitseinsätzen begonnen worden. In den Corona-Jahren ist die Zahl der Einsätze gesunken: Während es 2019 noch 495 Einsätze gab, kamen die Polizisten 2020 nur 113 Mal zu Hochzeitsfeiern. 2021 wurden bis Oktober nur 41 Einsätze registriert.

Seit Beginn der Zählung wurden insgesamt 678 Einsätze gemeldet, davon 95 auf Autobahnen. In 306 Fällen erschien die Polizei wegen Autokorsos - das entspricht einem Anteil von rund 45 Prozent. 160 Mal wurden Schüsse gemeldet, in 97 Fällen konnten diese vor Ort auch nachgewiesen werden. Zu Verkehrsbehinderungen kam es insgesamt 195 Mal.

Am meisten Arbeit bescherten die Hochzeitsgesellschaften seither der Polizei in Duisburg mit 82 Einsätzen, gefolgt von Köln (56), Düsseldorf (56), Essen (55) und Recklinghausen (48).

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