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Bis Ende September 50 neue Windräder in NRW in Betrieb

Berlin/Düsseldorf (dpa/lnw)

In Nordrhein-Westfalen sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres einige neue Windenergieanlagen mehr an Land in Betrieb gegangen als im Vorjahreszeitraum. Ans Netz kamen von Januar bis September 50 Anlagen mit einer Leistung von 195 Megawatt, im vergangenen Jahr waren es in dem Zeitraum 45 Anlagen. Das geht aus einer Übersicht der Fachagentur Wind an Land hervor. Mit Blick auf die regionale Verteilung in NRW liegt der Kreis Coesfeld im Münsterland mit 20 neuen Windrädern klar vorne. Jeweils sechs Anlagen kamen im Kreis Euskirchen und im Rhein-Kreis Neuss dazu sowie jeweils drei in Recklinghausen und im Kreis Paderborn.

Von dpa

Farbenprächtig leuchtet der Himmel im Sonnenuntergang über der Landschaft mit Windenergieanlagen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Beim Zubau der Windkraft an Land von Januar bis Ende September liegt im bundesweiten Vergleich Brandenburg mit 76 Windenergieanlagen vorne, dahinter folgen Niedersachsen (71), Nordrhein-Westfalen (50) und Schleswig-Holstein (48). Im flächenmäßig größten Bundesland Bayern waren es dagegen nur 8.

Der Windkraft-Ausbau in NRW habe nicht wirklich Fahrt aufgenommen, kommentierte der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE NRW) die neuesten Zahlen. «Wir hatten 2019 den schwächsten und 2020 den zweitschwächsten Ausbau bei der Windenergie an Land erlebt», erklärte der LEE-Vorsitzende Reiner Priggen. «Daher konnten die Zahlen nur wieder steigen.»

Der Verband geht davon aus, dass landesweit die neu installierte Windkraftleistung für das Gesamtjahr 2021 zwischen 350 und 400 Megawatt liegen wird. «Das ist viel zu wenig, damit das Land NRW seine eigenen Klimaziele bis 2030 erreicht.» Einen «kleinen Hoffnungsschimmer» sieht der Verband beim Volumen der neu genehmigten Windprojekte. Ende September habe es bei 545 Megawatt gelegen, gut 69 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der LEE vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von mittelständischen Unternehmen, Verbänden und Bürgern «aus allen Bereichen der Energiewende».

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