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«Blauer Reiter» und «Brücke»: Große Expressionisten

Wuppertal (dpa)

Die legendären deutschen Künstlergruppen «Brücke» und «Blauer Reiter» sind in Wuppertal erstmals seit langem in einer großen Expressionismus-Schau vereint. Von Sonntag an (bis 27. Februar 2022) zeigt das Von-der-Heydt-Museum Aufbruch und Moderne in der Kunst zum Anfang des 20. Jahrhunderts.

Von dpa

Ausstellungsbesucher schauen sich das Bild "Der Sohn des Künstlers auf dem Sofa" von Max Pechstein an. Foto: Oliver Berg/dpa

Gezeigt werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der damals eng verbandelten Künstlergruppen. Ein Raum ist dabei Werken ihrer internationalen Vorbilder und Wahlverwandten gewidmet: Cézanne, van Gogh, Gauguin und Picasso.

Während die «Brücke» (Kirchner, Nolde, Schmidt-Rottluff, Heckel, Pechstein) eher im nord- und ostdeutschen Raum beheimatet war, kamen die Protagonisten des «Blauen Reiter» (Kandinsky, Münter, Marc, Macke, Klee) aus Süddeutschland. Inzwischen ist der «Blaue Reiter» 110 Jahre alt und «Die Brücke» sogar 116 Jahre.

Drei Museen haben für die Schau ihre Pfunde in die Waagschale geworfen: Neben dem Von-der-Heydt-Museum waren dies die Kunstsammlungen Chemnitz, wo die Schau danach gezeigt wird, und das Buchheim-Museum im bayerischen Bernried. Ergänzt wird der Kunstschatz durch zahlreiche Leihgaben.

«Der «Blaue Reiter» hat wahnsinnig viel geschrieben und war intellektueller, «Die Brücke» war dagegen eher mundfaul», sagte Museumsdirektor und Kurator Roland Mönig am Donnerstag: «Aber beide wollten das Neue, die Befreiung der Kunst von den Altlasten der Akademien.» Akte, Landschaften und Porträts: 160 Werke, davon 90 Gemälde, werden in Wuppertal gezeigt.

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