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NRW-Maßnahmen

«Bürgertests» noch für Wenige gratis - Maskenpflicht im Bus

Düsseldorf (dpa/lnw)

In NRW gelten ab heute einige neue Coronaregeln - viele bleiben aber auch. Neu ist: Kostenlose Tests im Testcenter gibt es nur noch für Wenige, viele müssen 3 Euro oder mehr zahlen. Was bleibt, ist unter anderem die Maskenpflicht in Bus und Bahn.

Von dpa

Einem Jugendlichen wird ein Nasenabstrich für einen Corona-Test entnommen. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

In NRW wird das Angebot an kostenlosen «Bürgertests» ab dem heutigen Donnerstag gemäß der Vorgaben des Bundes eingeschränkt. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Zudem dürfen zunächst keine neuen Teststellen mehr im Land eröffnet werden. Ein Anrecht auf einen kostenlosen Test haben nach der Verordnung des Bundes nun noch Kinder unter fünf Jahren, Schwangere, Besucher von Krankenhäusern, Haushaltsangehörige von Infizierten und Menschen, die sich freitesten wollen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kritisierte am Mittwochabend, dass die Vorgaben in Berlin «auf den letzten Drücker» beschlossen worden seien. Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger kam erst am Nachmittag - also wenige Stunden vor Inkrafttreten. «Dass die Bundesländer, Kommunen, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, Testzentren und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger bis einen Tag vor dem Auslaufen der Testregelungen keine finale Klarheit darüber hatten, wie es mit den Testungen weitergeht, ist sehr ärgerlich», so Laumann.

In einer Mitteilung verwies das Landesgesundheitsministerium auf die Bundesregelungen, was Selbstzahler angeht: Will man eine Veranstaltung in einem Innenraum aufsuchen oder hat man eine rote Corona-Warn-App, muss man ab Donnerstag 3 Euro für einen Schnelltest bei einem Testcenter bezahlen. Der Staat zahlt die Differenz. Wer sich ohne Grund testen lassen will, muss komplett selbst bezahlen. Die Preise muss das Testzentrum draußen anschlagen.

Unterdessen hat das Land die Coronaschutzverordnung - eine andere Verordnung, als die zur Regelung des Tests - unverändert verlängert. Die Paragrafensammlung gilt nun bis vorerst zum 28. Juli. Die Maskenpflicht bleibt demnach im Öffentlichen Nahverkehr bestehen. Außerdem in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dürfen auch weiterhin von Besuchern nur mit einem negativen Test betreten werden. 

Auch die Test-und-Quarantäneverordnung wurde ohne Änderungen verlängert. Heißt: Wer positiv getestet ist, muss grundsätzlich zehn Tage in Isolation, kann sich aber nach fünf Tagen freitesten. In Nordrhein-Westfalen ist hierfür weiterhin ein negativer offizieller Corona-Schnelltest oder ein PCR-Test mit einem Ct-Wert über 30 erforderlich. Ein Corona-Selbsttest ist nicht ausreichend.

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