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Wahlforscher

CDU punktet mit Ansehen, Kandidat und älteren Wählern

Berlin (dpa)

Die CDU verdankt ihren Erfolg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nach Ansicht von Wahlforschern ihrem Spitzenkandidaten Hendrik Wüst, ihrem guten Ansehen sowie einer älteren Wählerschaft. Inhaltlich zeige die CDU aber relative Defizite, heißt es in der am Sonntagabend veröffentlichen Analyse der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen. Auch die SPD habe mit Ansehen und sozialen Themen gepunktet, «ihr Spitzenkandidat bleibt aber blass».

Von dpa

Hendrik Wüst, NRW-Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat, spricht. Foto: Boris Roessler/dpa

Wüst habe auf der +5/-5-Skala beim Ansehen eine 1,8 erreicht. Im Ministerpräsidenten-Vergleich sei das jedoch eine nur mäßige Bilanz. «SPD-Herausforderer Thomas Kutschaty, den gut die Hälfte der Befragten namentlich nicht kennt», komme auf 1,4. Von den Befragten wünschten sich 41 Prozent laut der Erhebung der Wahlforscher Wüst als Regierungschef, 61 Prozent bescheinigten dem bisherigen Ministerpräsidenten eine gute Arbeit. Nur 33 Prozent wünschten sich Herausforderer Kutschaty als Regierungschef.

Der Wahlsieger hat vor allem bei älteren Wählerinnen und Wählern punkten können. «Das Fundament für den CDU-Erfolg legt einmal mehr die Generation 60plus», heißt es in der Analyse. Bei der beteiligungsstarken Generation der ab 60-Jährigen habe die CDU auf 43 Prozent zulegt, bei den unter 45-Jährigen jedoch Verluste einstecken müssen. Bei den unter 30-Jährigen etwa sei die CDU mit 18 Prozent hinter Grüne (25 Prozent) und SPD (21 Prozent) gefallen.

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