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Chaos am Flughafen Köln/Bonn: Bis zu sieben Stunden warten

Köln (dpa/lnw)

Am Wochenende gibt es wieder große Probleme am Flughafen Köln/Bonn. Ein dpa-Reporter steht sieben Stunden in der Schlange vor dem Sicherheitscheck. Die Polizei muss teilweise eingreifen, ordnen und beruhigen. Dennoch verpassen etliche Gäste ihre Flüge.

Von dpa

Passagiere stehen in einer Schlange von mehreren hundert Metern für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln-Bonn an. Foto: Thomas Banneyer/dpa

Am Flughafen Köln/Bonn gab es an diesem Wochenende erneut große Probleme bei der Abfertigung der zahlreichen Fluggäste. Vor den Sicherheitsbereichen bildeten sich zum Teil Schlangen von mehreren Hundert Metern bis vor die Terminals. Ein dpa-Reporter stand am Samstag sieben Stunden in einer Schlange vor dem Sicherheitscheck. Glück im Unglück: Sein Flug war verspätet - und er erreichte den Flieger noch. Etliche Fluggäste hatten Pech: Sie verpassten ihre Flugzeuge und mussten umdisponieren.

Die langen Wartezeiten sorgten schon tags zuvor für so großen Unmut und Aggressionen, dass die Kölner Polizei ihre Präsenz verstärken und ordnend und beruhigend eingreifen musste. Ein niederländischer Passagier war mit seiner Familie nach seinen Angaben bereits um kurz nach 7.00 Uhr am Samstag am Terminal. Seinen Flug um 11.30 Uhr erreichte er dennoch nicht - und musste dann erneut anstehen, um seine bereits eingecheckten Koffer zurückzubekommen.

Schon die Anreise zum Airport war für viele Reisende ein Problem, weil an diesem Wochenende wegen Personalmangels zahlreiche S-Bahnen und Regionalzüge im Rheinland ausfielen.

«Wir haben festgestellt, dass in unserem örtlichen Zuständigkeitsbereich - dem Areal vor den Sicherheitsschleusen - die Warteschlangen sich extrem verlängert haben. Und es im Einzelfall zu Versuchen kommt, unbefugt den Sicherheitsbereich zu betreten», berichtete Kölns Polizeisprecher Christoph Gillen dem WDR. «Das haben wir zu unterbinden. Entsprechend haben wir unsere Wachdienstkräfte dort verstärkt, um entsprechende Probleme zu beheben.» Heißt konkret: Vordrängler wurden rausgefischt und ans Ende der Schlange verwiesen.

Schon am Freitagabend waren mehrere Fluggäste nach Polizei-Angaben durch lautes oder aggressives Verhalten aufgefallen. Daher waren Beamtinnen und Beamte vor Ort, um «dafür zu sorgen, dass alles in geregelten Bahnen verläuft». Am Samstagvormittag kam es erneut zu extrem langen Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen. Laut eines Sprechers der Bundespolizei waren es da etwa vier bis fünf Stunden.

Die hohe Reisenachfrage nach der Corona-Flaute kommt allerdings nicht überraschend. Schon an den Feiertagen im Mai mit Christi Himmelfahrt und Pfingsten waren die Probleme groß. In den NRW-Sommerferien verschärfte sich die Situation weiter.

An diesem Wochenende starteten auch die benachbarten Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz in die großen Ferien. Viele krankheitsbedingte Ausfälle unter anderem wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen sowie der ohnehin große Personalmangel in der Branche gepaart mit hohem Passagieraufkommen zu Stoßzeiten gelten als Hauptursachen für die Zustände.

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