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Clubs vor Öffnung: «Wir müssen quasi von vorne anfangen»

Düsseldorf (dpa/lnw)

In Nordrhein-Westfalen bereiten sich Betreiber von Clubs und Diskotheken auf die Wiedereröffnung am Wochenende vor. «Wir freuen uns total und sind sehr erleichtert gewesen, als die endgültige Entscheidung gefallen ist», sagte Clubbetreiber Arif Köse am Donnerstag. Am Wochenende öffnet er die Türen der «Rudas Studios» in Düsseldorf wieder für seine Gäste. Der Gaststättenverband Dehoga kritisierte unterdessen den kurzen Vorlauf von Seiten des Landes.

Von dpa

Eine Maske liegt in einem Club auf dem Mischpult. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

«Alle freuen sich, wollen raus. Der Nachholbedarf ist auf jeden Fall da», sagte Köse. Mit der Planung für die Eröffnung habe er bereits vor zwei Wochen begonnen. «Sonst würde das gar nicht gehen. Zwei Tage Vorlaufzeit wären für uns unmöglich», erklärte Köse. «Wir mussten quasi von vorne anfangen.»

Das sieht auch der Verband Dehoga so: «Für Clubs und Diskotheken war es nach mehrmonatiger Schließung extrem wichtig, endlich und überhaupt eine Öffnungsperspektive zu bekommen. Der Vorlauf war aber leider sehr kurz», stellte der kommissarische Regionalpräsident, Patrick Rothkopf fest.

«Erst seit gestern wissen die Club- und Diskothekenbetreiber beispielsweise, dass auch Geboosterte einen negativen Test vorlegen müssen», so Rothkopf. Die 2Gplus-Regel führe voraussichtlich zu weniger Gästen und viel organisatorischem Zeitaufwand. «Der 4. März ist der erste Schritt, aber es wird schon jetzt Zeit für den nächsten, wenn alle Maßnahmen im gesamten Gastgewerbe fallen.»

Für Clubbetreiber Köse ist die Testpflicht für alle Gäste hinnehmbar. «Manchen gibt das vielleicht ein bisschen Sicherheit», sagte er. «Es ist natürlich alles aufwendiger, aber wir sind froh, dass wir überhaupt eine Regelung haben, mit der wir aufmachen können.» Köse blickt gespannt auf den Neustart. Er ist überzeugt, dass sich das Ausgehverhalten der Menschen in Pandemie-Zeiten verändert hat. «Ich glaube, alles wird anders als vorher. Die Gäste müssen sich ja selber auch erst wieder daran gewöhnen, feiern zu gehen.»

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