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Corona: Eberl macht sich Gedanken über Geschäftsmodell

Mönchengladbach (dpa)

Laut Borussia Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl könnte die Coronavirus-Pandemie die Kräfteverhältnisse in der Fußball-Bundesliga nachhaltig verändern. Demnach müsste sich auch die Borussia Gedanken etwa über strategische Investitionspartner machen. «Natürlich müssen auch wir uns Gedanken machen. Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, kann es schon sein, dass der Europapokal dann kein realistisches Ziel mehr ist», sagte Eberl am Mittwoch angesichts der Folgen der Coronakrise und den Umgang damit in der Liga.

Von dpa

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl steht im Stadion. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

«Keiner kann aktuell sagen, in welche Richtung es geht. Es kann sein, dass immer mehr Vereine immer kreativere Wege finden», sagte Eberl, der die Auswirkungen der Pandemie derzeit hautnah spürt. Die Borussia, die nach eigener Aussagen nur das ausgibt, was auch eingenommen wird, hatte sich lange nicht in der Lage gesehen, Nationalverteidiger Matthias Ginter ein adäquates Angebot zur Vertragsverlängerung vorzulegen.

Dies erfolgte erst im Herbst, als nach und nach wieder Zuschauer bei Spielen erlaubt waren. Im Dezember zog Eberl dieses Angebot auch aus sportlichen Gründen dann zurück. Im Sommer droht nun wie auch bei Denis Zakaria der ablösefreie Abgang, sollte sich nicht noch im Januar ein Abnehmer finden.

«Es gibt aber Vereine, die noch genauso wie vor Corona agieren», sagte Eberl. Dies sei bei Verhandlungen für einige Spieler «schwierig nachzuvollziehen». Aktuell verliert die Borussia angesichts der erneut verfügten Geisterspiele einen niedrigen Millionenbetrag pro Partie.

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