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Naturschutz

Die ersten Flamingos in Brutgebiet zurückgekehrt

Vreden (dpa/lnw)

Im Westmünsterland sind die ersten Exemplare der dort brütenden Flamingos aus dem niederländischen Winterquartier zurückgekehrt. In den vergangenen Tagen seien bereits 13 der langbeinigen Vögel im Zwillbrocker Venn, einem geschützten Feuchtwiesen- und Gewässergebiet nahe der niederländischen Grenze, eingetroffen, berichtete am Montag Jessica Focke, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Biologischen Station in dem Naturschutzgebiet. Weitere Brutpaare werden erwartet. Viele Vogelbeobachter, Spaziergänger und Familien hatten laut Focke das schöne Wochenendwetter für einen Ausflug zu den Beobachtungspunkten genutzt.

Von dpa

Ein Flamingo putzt sein Gefieder. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Seit den 1980er Jahren verbringen die exotischen Tiere das Frühjahr und den Sommer im Zwillbrocker Venn. Zunächst hatten nur sogenannte Chilenische Flamingos dort gebrütet, die vermutlich aus einer privaten Haltung ausgebüxt waren, später kam auch der Europäische Rosa Flamingo dazu. «Sie finden dort gute Bedingungen», sagte Focke. Inzwischen können alljährlich mehr als 60 der auffällig gefärbten Wasservögel im Venn beobachtet werden.

Gemeinsam mit einigen tausend Lachmöwen und den in Nordrhein-Westfalen sehr seltenen Schwarzkopfmöwen bauen die Flamingos auf einer Insel im Lachmöwensee Nester aus Schlamm, um ihren Nachwuchs auszubrüten. Die Nachbarschaft der Möwen sorge dabei für reichlich Nahrung im seichten Wasser, erklärte die Biologin Focke. Mit Kot reichern die Seevögel das Wasser so mit Nährstoffen an, dass dort viele Kleinstlebewesen entstehen, die wiederum Lebensgrundlage für die Flamingos sind.

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