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Statistik

DLRG-Bilanz: Zahl der Ertrunkenen in NRW fast verdoppelt

Damp (dpa/lnw)

In Nordrhein-Westfalen sind von Januar bis Juli diesen Jahres 30 Menschen ertrunken. Das waren 14 Tote mehr als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag bei einer Zwischenbilanz des Jahres im schleswig-holsteinischen Ostseebad Damp mitteilte. 14 Menschen ertranken in Flüssen, 10 in Seen und 2 in einem Kanal. Die weiteren Opfer starben in einem Bach, im Pool, im Schwimmbad oder im Teich.

Von dpa

Ein Rettungsboard der DLRG Wasserrettung steht einsatzbereit. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Wie bereits im Vergleichszeitraum 2021 war auch in diesem Jahr bislang der Juni der Monat mit den meisten Badetoten. Aber: Während vor einem Jahr die Zahl der Opfer erst im Sommer auffallend hoch ging (11 im Juni), gab es 2022 bereits in den ersten Monaten zahlreiche Todesfälle (3 im Februar, 6 im März und jeweils 3 im April und Mai).

Auch beim Alter der Ertrunkenen gibt es eine Veränderung. 2021 kamen die meisten Badetoten noch aus der Gruppe der 11- bis 20-Jährigen (6). Ein Jahr später sind wieder 6 der Toten zwischen 11 und 20 Jahre alt, aber in der Altersgruppe der 31- bis 50-Jährigen gibt es insgesamt 9 Badetote. Und auch bei den noch älteren (71 bis 85) gibt es 5 Opfer.

Die Zahl der in Deutschland ertrunkenen Menschen stieg nach DLRG-Zahlen von Januar bis Juli im Vergleich zum Vorjahr um 15 auf mindestens 199. Seit Beginn der Badesaison Anfang Mai zählten die Lebensretter 136 Tote, 9 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Mehrzahl der Unfälle ereignet sich nach DLRG-Angaben im Binnenland in zumeist unbewachten Gewässern.

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