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Drogenrazzia in Essen: Polizei setzt Panzerauto ein

Essen (dpa/lnw)

Mit Hubschrauber und SEKs ist die Polizei am Mittwoch in Essen gegen mutmaßliche Drogen- und Waffenhändler vorgegangen. Dabei kam auch «Survivor R» zum Einsatz.

Von dpa

Ein Polizeipanzer fährt bei einer Drogenrazzia vor. Foto: Justin Brosch/dpa

Bei einer Razzia mit Schwerpunkt in Essen hat die Polizei am Mittwoch Drogen beschlagnahmt und zwölf Verdächtige vorübergehend festgenommen. Da es im Vorfeld Hinweise auf eine Bewaffnung der Tatverdächtigen gegeben habe, seien an zwei Adressen in Essen Spezialeinheiten eingesetzt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Mit Hilfe des gepanzerten Einsatzfahrzeuges «Survivor R» verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang zu dem Gelände. Außerdem setzte das Spezialeinsatzkommando (SEK) Sprengmittel ein. Auch ein Polizeihubschrauber leistete Unterstützung.

Neben Essen wurden auch in Mülheim an der Ruhr, Kleve und in der baden-württembergischen Stadt Balingen Gebäude durchsucht. Hintergrund der Maßnahmen ist ein bei der Staatsanwaltschaft Essen geführtes Ermittlungsverfahren im Bereich der Drogenkriminalität und des Handels mit Schusswaffen.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen fanden die Beamten demzufolge mehrere Dutzend Kilogramm Drogen, vermutlich Amphetamine, Marihuana, Haschisch und Ecstasy, etwa 50.000 Euro Bargeld und eine Drogenplantage. Weiter seien in einem versteckten Raum ein funktionsfähiges Sturmgewehr, ein Präzisionsgewehr und mehrere Handfeuerwaffen entdeckt worden. Auch eine mutmaßliche Waffenwerkstatt und Munition hätten die Polizisten sichern können. In einem Auto fanden die Ermittler über ein Dutzend Behälter mit Chemikalien, die zur Herstellung von synthetischen Drogen geeignet sein könnten. Die Auswertung und Analyse der Beweismittel dauere noch an.

Bei den vorläufig Festgenommenen handele es sich um Personen im Alter von 28 bis 46 Jahren. Neun von ihnen seien Deutsche, zwei Polen, bei dem Zwölften sei die Staatsangehörigkeit ungeklärt. Es werde geprüft, ob Haftbefehle beantragt würden. «Es ist für alle Einsatzkräfte ein gutes Gefühl, wenn Drogen und Waffen aus dem Verkehr gezogen werden», sagte Kriminaldirektor André Dobersch.

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