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E-Scooter-Anbieter wehren sich gegen Maßnahmen in Düsseldorf

Düsseldorf (dpa/lnw)

Die Anbieter von E-Scootern haben die vom Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) angekündigten Maßnahmen kritisiert. Die beabsichtigten Einschränkungen trügen die Gefahr in sich, dass Düsseldorf mit einer autozentrierten Denke von gestern verkehrspolitisch abgehängt und die Verkehrswende in Düsseldorf blockiert werde.

Von dpa

E-Scooter von voi (links) und lime (rechts) stehen nebeneinander Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild

Hunderttausende Nutzer hätten in Düsseldorf Millionen Fahrten mit E-Scootern absolviert. Diese Form der Mikromobilität werde sehr gut angenommen. Die «junge Pflanze Mikromobilität» drohe in Düsseldorf durch ein «Paket überzogener Maßnahmen» erdrückt und verbannt zu werden. Die Bedürfnisse der Menschen zu ignorieren «halten wir für falsch», teilten die Anbieter am Freitag mit.

Oberbürgermeister Keller hatte angekündigt, die Flotte der 12 500 E-Scooter in der Landeshauptstadt zu halbieren. «Ich ärgere mich wirklich sehr, dass man uns dieses Problem aufgehalst hat», sagte der Oberbürgermeister. «Diese Scooter haben keinen verkehrspolitischen Nutzen, sind umweltpolitisch fragwürdig und ein Problem im öffentlichen Raum.»

Die Sondernutzungsgebühr werde pro elektrisch betriebenem Tretroller von 20 auf 50 Euro im Jahr erhöht. Falsch abgestellte Scooter werde die Stadt einsammeln und den Betreibern dafür 100 Euro pro Gerät in Rechnung stellen. «Wir bräuchten eigentlich noch stärkere Instrumente - aber wir tun jetzt alles, was wir können, um dem Problem Herr zu werden», hatte Keller angekündigt.

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