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Eisenach und Münster feiern Jubiläum der Bibelübersetzung

Eisenach/Münster (dpa)

Die Städte Eisenach in Thüringen und Münster in Nordrhein-Westfalen wollen das 500. Jubiläum der Bibelübersetzung Martin Luthers in diesem und im nächsten Jahr gemeinsam feiern. Die Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) unterzeichnete am Freitag gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus Münster, Markus Lewe (CDU), und weiteren Partnern eine Absichtserklärung. Sie beteiligen sich mit mehreren Veranstaltungen an dem Thüringen-weiten Festjahr unter dem Motto «Welt übersetzen», wie die Stadt mitteilte. Es ist als «Festival der Sprache» geplant, in das sich auch das Bibelmuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster einbringen will.

Von dpa

Der Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) hatte in seinem Asyl auf der Wartburg bei Eisenach 1521/22 binnen elf Monaten das Neue Testament vom Griechischen ins Neuhochdeutsche übersetzt. Das Festjahr wird am 31. Oktober, dem Reformationstag, in Eisenach eröffnet.

«Die Wartburg in Eisenach steht für Luthers geniale Übersetzung der Bibel ins Deutsche, das Bibelmuseum der Universität Münster für die bestmögliche wissenschaftliche Rekonstruktion des authentischsten griechischen Originaltextes des Neuen Testaments», heißt es in der Absichtserklärung. Die Partner aus Eisenach und Münster planen 2022 unter anderem eine Schülerakademie, die sich mit Fragen von Sprachgewalt, aber auch Gewalt durch Sprache und Hassreden beschäftigt.

Das Bibelmuseum, die Wartburg und das Lutherhaus in Eisenach planen gemeinsame Ausstellungen zu Luther und der Bibelübersetzung. In das Festjahr eingebunden sind auch die Internationale Martin Luther Stiftung und die Deutsche Bibelgesellschaft. Sie steuern ein «Wartburg-Experiment - Zwiesprache mit der Lutherbibel» bei. Die Schriftsteller Uwe Kolbe, Iris Wolff und Senthuran Varatharajah halten sich dafür für je vier Wochen auf der Wartburg auf, um sich mit Luthers Bibel auseinanderzusetzen und dazu zu Texte zu schreiben.

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