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Eltern und GEW zur Pandemie: Schulraum muss sicherer werden

Köln (dpa/lnw)

Von dpa

Schwamm und Kreide liegen in einem Klassenraum unter einer Tafel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Gut zwei Wochen vor Beginn des neuen Schuljahrs in NRW hat die Landeselternkonferenz mehr Maßnahmen gefordert, um Schüler vor einer Corona-Infektion zu schützen. «Wir brauchen ein Paket, das den Schulraum sicherer macht», sagte die LEK-Landesvorsitzende Anke Staar am Dienstag im «Morgenecho» des WDR 5. Dazu gehörten etwa Luftfilter im Klassenraum und viele regelmäßige Tests. Auch die Lehrergewerkschaft GEW verlangte von der Landesregierung zusätzliche Anstrengungen. In NRW beginnt nach den Sommerferien am 18. August das neue Schuljahr 2021/22.

Staar betonte, Impfungen seien wichtig, aber allein als Schutz nicht ausreichend. Bei vielen Eltern gebe es «große Bauchschmerzen», weil sich Politik und Wissenschaft nicht einig seien in Bezug auf eine Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Dass es nun ein breites Impfangebot für alle ab zwölf Jahren geben solle, halte sie für richtig. Aber: Manche Eltern seien in Sorge vor Impfkomplikationen, andere hätten Angst vor einer Corona-Infektion.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mahnte: «Bildung muss überall pandemiesicher werden.» Dafür müsse die Landesregierung jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, sagte der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Sebastian Krebs der Deutschen Presse-Agentur. Es brauche neben dem Lüften dringend flächendeckend Luftfilter und eine engmaschigere Teststrategie. Mit Blick auf die ansteckendere Delta-Variante und steigende Inzidenzen müssten alle Register gezogen werden, dass Kinder- und Jugendliche nicht noch stärker zu Verlierern der Corona-Krise würden.

Am Montag hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig beschlossen, in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten. In NRW ist eine Immunisierung für Kinder ab zwölf Jahren bereits seit rund zwei Wochen auch in Impfzentren möglich. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen von Kindern trotz politischen Drucks nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko etwa wegen chronischer Erkrankungen wie Diabetes.

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