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Wetter

Es wird heiß in NRW: Am Wochenende mehr als 30 Grad erwartet

Essen (dpa/lnw)

Es wird warm und trocken in NRW: Die Menschen können sich auf das erste Sommer-Wochenende des Jahres freuen. Temperaturen von mehr als 30 Grad werden fast überall erwartet und locken nach draußen. Der Absatz von Mineralwasser und Bier steigt, Freibäder sind gerüstet.

Von dpa

Bäume werfen in der Morgensonne lange Schatten auf ein Feld. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Menschen in Nordrhein-Westfalen können sich nach vielen Einschränkungen in Corona-Zeiten auf das erste unbeschwerte, richtig sommerliche Wochenende des Jahres freuen. Es wird im ganzen Land freundlich, sonnig und zum Teil sogar heiß. Fast im ganzen Land erwartet der Deutsche Wetterdienst vor allem für Freitag und Samstag Temperaturen von mehr als 30 Grad, je nach Region. Die Vorfreude wird bei vielen Menschen noch gesteigert, die den Feiertag an Fronleichnam (Donnerstag) mit einem freien Brückentag (Freitag) nutzen.

Am Freitag soll es laut DWD heiter werden und trotz einiger Wolkenfelder niederschlagsfrei bleiben. Die Höchstwerte liegen zwischen 27 Grad in Ostwestfalen und 31 Grad am Rhein. In der darauffolgenden Nacht zum Samstag kühlt es auf angenehme 15 bis 19 Grad ab, in Hochlagen auf 12 Grad. Der wärmste Tag soll der Samstag werden. Es wird strahlend schön, nur im Norden etwas wolkig. Das Thermometer klettert verbreitet auf 30 bis 33 Grad, lokal könnten sogar 35 Grad erreicht werden, so der DWD. Erst in der Nacht zum Sonntag sind im Norden schauerartiger Regen oder vereinzelte Gewitter mit Starkregen möglich. .

Getränke-Händler, Biergartenbesitzer, Eisdielen und Freibäder stellen sich bereits auf größeren Betrieb ein. «Wir freuen uns auf ein heißes Wochenende, sowohl was die Temperaturen als auch die Getränkeabsätze angeht», sagte der geschäftsführende Vorstand im Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels, Dirk Reinsberg, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. In der Regel laufe das Getränkegeschäft bei warmen Sommerwetter umso besser. Hinzu komme ein langes Wochenende in einigen Bundesländern - wie auch in NRW.

«Wir merken, dass die Nachfrage anzieht», sagte Reinsberg zum Einkaufsverhalten der Verbraucher. Das betreffe vor allem Erfrischungsgetränke, Mineralwasser und Bier und damit das Schwerpunktsortiment der Getränkefachmärkte. Aber auch die Nachfrage durch die Gastronomiekunden ziehe an, die sich auf das Sommergeschäft vorbereiteten. Hier sei Fassbier ein Schwerpunkt.

Mit einem größeren Ansturm rechnen auch die Freibäder. «Wir sind gerüstet. Wir haben das auf dem Schirm und freuen uns auf viele Besucher und Gäste», sagte Christian Seger, Pressesprecher der Bochumer Wasserwelten und zuständig für fünf Freibäder, drei davon Kombibäder (mit Hallenbad). Die Hallenbereiche werden bei schönem Wetter geschlossen, die Freibäder waren schon am Mittwoch geöffnet. Dazu kommt in der Region noch das ebenfalls beliebte Freizeitbad Heveney am Kemnader See, dem Naherholungsgebiet zwischen Bochum und Witten.

Wie fast alle Bäder suchen auch die Bochumer laut Seger «händeringend» geeignetes Personal. In der Corona-Zeit hätten sich beispielsweise viele Studentinnen und Studenten, die gern als Aushilfen genommen werden, anders orientiert. «Wir suchen dringend Kräfte, die über die notwendige Ausbildung verfügen», sagte Seger. Sie müssten als Hilfsschwimmmeister einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs, einen Rettungsschwimmschein in Silber und ein polizeiliches Führungszeugnis nachweisen.

Das warme und trockene Wetter hat aber auch Schattenseiten. Die Forstleute warnen wegen der zunehmenden Trockenheit vor steigender Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen, wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (Lanuv NRW) am Mittwoch mitteilte. Laut Waldbrandgefahrenindex des DWD sei am Samstag verbreitet mit einer «mittleren, regional sogar mit hoher Waldbrandgefahr zu rechnen». Lokal könne die Gefahr zum Beispiel an warmen Südhängen mit trockenem Brandmaterial schnell sehr groß werden. Besonders gefährdet seien auch Fichten-Schadflächen, auf denen Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer zu einer Zunahme von trockenen Holzresten geführt haben. Im Vorjahr 2021 habe der Landesbetrieb Wald und Holz 79 Brände registriert, die eine Waldfläche von knapp 5,8 Hektar zerstörten.

Die meisten Brände würden durch Menschen verursacht, hieß es. Das Umweltministerium und Wald und Holz riefen deshalb zu besonderer Vorsicht im Wald auf. Es sei das Rauchverbot vom 1. März bis zum 31. Oktober zu beachten. Zur Waldbrandvorsorge wurde der Verwarnungs- und Bußgeldkatalog deutlich verschärft. So werde das Feuermachen im Wald mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro (bisher bis 1020 Euro) geahndet. Wer vom März bis Oktober im Wald beim Rauchen erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 150 Euro (bisher 80 Euro) rechnen.

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