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EU-Kommission startet Untersuchung gegen Pierre Cardin

Brüssel (dpa)

Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen das Modehaus Pierre Cardin wegen möglicher Verstöße gegen Wettbewerbsregeln eingeleitet. Pierre Cardin und sein Lizenznehmer, der Ahlers-Konzern in Nordrhein-Westfalen, haben möglicherweise gegen EU-Recht verstoßen, indem sie unter anderem grenzüberschreitende sowie Online-Verkäufe von Lizenzprodukten eingeschränkt haben, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte. Der deutsche Modehersteller Ahlers ist den Angaben zufolge der größte Lizenznehmer von Pierre Cardin im Europäischen Wirtschaftsraum.

Von dpa

Die Wettbewerbshüter wollen insbesondere untersuchen, ob Pierre Cardin und Ahlers eine Strategie gegen Parallelimporte und Verkäufe anhand von Beschränkungen in den Lizenzvereinbarungen entwickelt haben. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, droht eine Wettbewerbsstrafe. Diese richtet sich in der EU unter anderem nach Dauer und Schwere der Verstöße, darf aber zehn Prozent des Umsatzes eines Unternehmens nicht überschreiten. Ahlers teilte mit, man werde mit der Kommission zusammenarbeiten, um den Sachverhalt zügig aufzuklären.

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